Tierfreunde Landshut & Umgebung e.V.- die Tierschutz Alternative in Landshut -„Von hundert gebildeten und feinfühlenden Menschen würden schon heute wahrscheinlich neunzig nie mehr Fleisch essen, wenn sie selber das Tier erschlagen oder erstechen müssten, das sie verzehren.“ [Bertha von Suttner (1843-1914) -- Friedensnobelpreis 1905] |
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Hunde sind soziale Lebewesen die unter natürlichen Bedingungen im Rudel leben würden. Unsere Haushunde haben den Menschen als Sozialpartner anerkannt, die Menschenfamilie ersetzt ihnen das Rudel. Ganz wichtig für den Hund ist ein enges Zusammenleben mit seinem „Rudel”. Den Hund alleine in einen Zwinger zu sperren widerspricht seinem natürlichen Bedürfnis nach sozialen Kontakten. Frustrationsbedingte Verhaltensstörungen sind vorprogrammiert. Wer einen Hund ‘anschafft’ der gewinnt ein neues Familienmitglied—und ein solches sperrt man nicht einfach weg. Dann sollte man lieber ganz auf die Anschaffung eines Hundes verzichten.
Wichtige Utensilien sind:
Je nach Fellart muss der Hund mehr oder weniger oft gebürstet oder gestriegelt werden. Langhaarige Hunde sind wesentlich pflegeintensiver als kurzhaarige Hunde. In der Zeit des natürlichen Fellwechsels, also im Frühjahr und im Herbst, sollte der Hund regelmäßig (evtl. sogar täglich) von losen Haaren befreit werden. Ausgebürsteten Haare müssen dann auch nicht mehr mühsam mit dem Staubsauger aus dem Teppich gezogen werden.
Baden sollte der Hund nur in absoluten Notfällen, z. B. wenn er sich in den Hinterlassenschaften anderer Tiere gewälzt hat. Dazu verwendet man ein spezielles mildes Hundeshampoo das Haut und Haare möglichst wenig angreift. Eventuell reicht es auch ihn nur mit lauwarmen Wasser abzuwaschen.
Andere Pflegemaßnahmen wie Krallenschneiden, Ohrreinigung usw. sollten man sich vom Tierarzt zeigen lassen.
Genauso wie Wölfe sind Hunde keinen reinen Fleischfresser. Sie benötigen neben Fleisch auch Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe. Hunde sind auch keine Resteverwerter oder Müllschlucker. Je natürlicher das Futter ist, umso besser gedeiht der Hund. Beim Junghund sollte auf keinen Fall am Futter gespart werden! Wer keine Ernährungsfehler machen will, sollte daher besser auf hochwertige Fertignahrung zurückgreifen. Vorteil dieser industriellen Ernährung: die Zusammensetzung stimmt, und sie macht keine arbeit.
Welpen bis zum dritten Monat sollten täglich vier Mahlzeiten in gleichmäßigen Abständen erhalten. Erwachsene Hunde sollten zweimal täglich (morgens und abends) gefüttert werden. Zweimalige Fütterung ist besonders bei großen Rassen sinnvoll um eine Magendrehung zu vermeiden. Eine Magendrehung kann innerhalb weniger Stunden zum qualvollen Tode führen. Das Futter sollte stets zimmerwarm und nie direkt aus dem Kühlschrank gegeben werden.
Frisches, sauberes Wasser muss für den Hund immer bereit stehen.
Gekochtes Gemüse (z. B. Mohrrüben) und gekochter Reis oder Gries kann immer wieder einmal beigefüttert werden. Auch rohes Obst mögen manche Hunde sehr gerne und kann auch bedenkenlos gegeben werden.
Rohes Schweinefleisch darf an Hunde grundsätzlich nicht verfüttert werden da eine Ansteckung mit der tödlichen Aujeszkyschen Krankheit (Pseudowut) möglich ist.
Auch Knochen sind für die Ernährung unwichtig. Viele Hunde vertragen sie auch nicht gut. Alle kleinen oder splitternden Knochen, alle Geflügelknochen und die Gräten von Fischen sind für den Hund absolut tabu.
Milch wird von den Hunden meist nicht vertragen (Durchfall).
Hunde sind Lauftiere mit großem Bewegungsbedürfnis und benötigen deshalb täglich die Möglichkeit zu freiem Auslauf. Regelmäßige Spaziergänge bei jedem Wetter, bei denen er sich austoben kann und auch die Möglichkeit hat mit Artgenossen zu spielen sind für das Wohlbefinden und die Gesundheit des Hundes sehr wichtig. Zuwenig Auslauf bedingt ungesundes Übergewicht, was zu Herzproblemen, Knochen- und Gelenkerkrankungen führen kann. Das herumschnüffeln, das markieren des eigenen Reviers und die Kontaktaufnahme mit anderen Hunden sind wichtige Bestandteile des Sozialverhaltens.
Auf keinem Fall darf der Hund sein „Geschäft” auf Kinderspielplätzen, z. B. im Sandkasten, oder auf Bürgersteigen erledigen. Dies ist unhygienisch und trägt sicher nicht zu einem guten Verhältnis zwischen Hundebesitzern und Nichthundebesitzern bei. Passiert trotz aller Vorsichtsmaßnahmen das „Malheur” dennoch mal auf dem Bürgersteig, so sollte man das „große Geschäft” z. B. mit einer kleinen Tüte unschädlich beseitigen.
Auf Kinderspielplätzen haben Hunde grundsätzlich nichts zu suchen.
Für das Zusammenleben von Hund und Mensch ist die Kenntnis von elementaren Grundkommandos wie „Sitz”, „Platz”, „Komm” und „Aus” notwendig. Gehorsamsübungen helfen außerdem dabei die Rangordnung in der Familie zu festigen.
Wichtige Grundsätze:Durch den Besuch einer guten Hundeschule oder die Mitgliedschaft in einem gutgeführten Hundesportverein können nicht nur Anfänger zur richtigen Erziehung des Hundes angeregt werden.
Jeder Hund benötigt eine jährliche Wiederholungsimpfung gegen Staupe, Hepatitis, Parvovirose, Zwingerhusten, Leptospirose und Tollwut. Erwachsene Hunde sollten außerdem zweimal im Jahr entwurmt werden.
Im Sommer sollte der Hund gegen Zecken durch das Auftragen von Spot-On Produkten (z. B. Ex-Spot oder Frontline) oder das Tragen speziellen Halsbändern (Scalibor) geschützt werden.
Bei auffälligen Veränderungen des Hundes, wiesollten Sie möglicht bald einen Tierarzt aufsuchen.

Deshalb sollte jeder Hundeinteressent folgendes beachten:Jeder der einen Hund halten möchte, muss sich darüber im klaren sein, dass er Verantwortung für ein Lebewesen übernimmt, das ganz und gar von uns Menschen abhängig ist; ein Lebewesen, das Aufmerksamkeit, Pflege, Fürsorge, Opferbereitschaft und Geduld erfordert.
Etwa 20% aller mit uns lebender Hunde weisen schwere Verhaltensstörungen auf. In aller Regel findet man Problemhunde bei jemanden der erstmals einen Hund besitzt. In erster Linie fehlt dem neuen Hundebesitzer das grundlegende Wissen über das Verhalten der Hunde. So werden viele Welpen falsch oder gar nicht erzogen. Beim erwachsenen Hund sind dann die Probleme so gravierend das sie wenn überhaupt nur noch von ‘Profis’ korrigiert werden können.
Tipps für Anfänger:
