Tierfreunde Landshut & Umgebung e.V.- die Tierschutz Alternative in Landshut -„Gib dem Menschen einen Hund und seine Seele ist gesund.“ [Hildegard von Bingen (1098-1179] |
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Die Begleitung bei der Jagd war wahrscheinlich die erste und über lange Zeit wichtigste Nutzung von Hunden. Die dazu notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten hatten die Tiere bereits von ihren Vorfahren, den Wölfen, geerbt. Erst viel später wurden spezielle Jagdhunderassen gezüchtet. Für die Treibjagd benötigte man beispielsweise Hunde, die schnell laufen konnten, während kleine Hunde (Dackel, Terrier) leicht in Fuchs- oder Dachsbaue eindringen können.
Hunde besitzen einen natürlichen Instinkt, das Rudel zu alarmieren, wenn Gefahr droht. Deshalb können praktisch alle Hunderassen als Wachhund eingesetzt werden. In den Städten waren es naturgemäß eher die kleinen Hunderassen wie der Spitz, während auf dem Land wegen der höheren Abschreckungswirkung eher große Hunderassen zum Einsatz kamen. Zur Bewachung von Viehherden wurden ganz besonders kräftige Rassen gezüchtet (Herdenschutzhunde wie Kangal oder Owtscharka) die auf sich allein gestellt auch wesentlich größere Angreifer wie Wölfe oder Bären in die Flucht schlagen können. Herdenschutzhunde sind es gewohnt selbstständig zu handeln. Deshalb sind sie auf keinen Fall ein Anfängerhund. Vielmehr benötigen sie einen Besitzer, der Sicherheit und Respekt ausstrahlt. Bei dieser Rasse ist es unbedingt nötig, mit der Ausbildung schon sehr früh zu beginnen, denn ausgewachsene Exemplare sind mit Sicherheit zu groß, um in ihrem Verhalten noch korrigiert zu werden. In der Regel sollte deshalb von der Haltung von Herdenschutzhunden abgesehen werden.
Seit die Menschen sesshaft wurden und verstärkt Landwirtschaft betrieben, wurden Hunde auch verstärkt zur Bewachung von Haus, Hof und Viehherden eingesetzt. Für die Züchtung wurde der natürliche Trieb von Wölfen, das Rudel zusammenzuhalten, ausgenutzt. Während im Wolfsrudel dafür jedoch hauptsächlich der Leitwolf zuständig ist, der von den Rudelmitgliedern unterstützt wird, hat es der Hütehund mit einer viel größeren Herde von Tieren, die seinen Bemühungen sogar Widerstand entgegensetzen, und beim Wolf Beutetiere wären, zu tun. Es muss daher einigen züchterischen Aufwand gekostet haben, bis die ersten brauchbaren Hütehunde gezüchtet waren. Bei heutigen Hütehunderassen, wie dem Bordercollie, ist der Hütetrieb sehr stark ausgeprägt. Das kann teilweise zu Problemen bei der Haltung als Freizeithund führen, da manchmal vom Hund auch Spaziergänger, Kinder oder Autos als „zu hütende” Herdentiere angesehen werden.

Die Nutzung von Hunden als Zugtier des armen Mannes war bis in das 20. Jahrhundert hinein weit verbreitet. Große Hunde sind anatomisch sogar besser zum Ziehen von Karren und Schlitten geeignet als z.B. Pferde. Ein Zughund kann bis zum drei- bis fünffachen seines Körpergewichtes ziehen. In nördlichen Ländern und in Sibirien werden Hunde wie der Husky oder der Samojede auch heute noch als Schlittenhunde eingesetzt.


Da die Hunde in unserer Zeit immer weniger ‘gebraucht’ werden, ist es empfehlenswert dem Hund anderweitige Aufgaben zu geben. Stichwort: Hundesport!
