Tierfreunde Landshut & Umgebung e.V.- die Tierschutz Alternative in Landshut -„Gott schuf die Menschen und das Tier. Er hat uns die Tiere anvertraut, nicht ausgeliefert.“ [Unbekannt] |
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Der Hund entstand genetisch aus dem gemeinen grauen Wolf (Canus lupus). Neueste Erbuntersuchungen belegen, das sich der Hund bereits vor etwa 100.000 Jahren vom Wolf abgetrennt hat. Eventuell hat sich der Hund bereits vor dieser langen Zeit freiwillig dem Menschen angeschlossen (Diese These stammt von Gregory Acland an der Cornell University in Ithaca, USA).
Als die Menschen sesshaft wurden, begann er den Hund auch züchterisch gezielt nach seinem Nutzwert zu verändern.
In einigen Ländern wurden Hunderassen entdeckt, die als Urtypen der ersten Hunde gelten können. Diese Hunderassen werden Pariahunde oder Schensi-Hunde genannt. Sie leben halbwild in der Nähe des Menschen in einer stabilen Population.
Im Jahr 2004 gab es in Deutschland etwa 5 Millionen Hunde. Nach der Hauskatze ist der Hund damit das meistgehaltene Haustier.
Die Hunde werden bei uns überwiegend in Einzelhaltung oder in kleinen Gruppen gehalten:Jede dieser drei Haltungsformen birgt die Gefahr einer nicht tierschutzgerechten Unterbringung.
Die Haltung von Haushunden ist in der Bundesrepublik Deutschland steuerpflichtig (im Gegensatz zu der von Katzen oder Pferden). Die Hundesteuer wird von der Gemeinde in unterschiedlicher Höhe erhoben und durch eine Steuerplakette nachgewiesen. Manche Gemeinden fordern, daß die Plakette gut sichbar am Hund zu befestigen ist. Detaillierte gesetzliche Regelungen, beispielsweise zum Leinenzwang, zum Entfernen von Hundekot auf öffentlichen Plätzen oder zur Haltung von so genannten Kampfhunden sind landesspezifisch. Auch die Gemeinden können eigenständig weitere Einschränkungen (z. B. Leinenzwang innerhalb bebauter Gebiete) erlassen.
Eine Haftpflichtversicherung für die Hundehaltung ist noch nicht vorgeschrieben. Sie wird aber dringend empfohlen.
Durch die Implantation eines Chips können Hunde eindeutig identifiziert werden. Zum Auslesen der Chipnummer des Tieres wird ein spezielles Lesegerät benötigt. Dieses Lesegerät besitzen in der Regel Tierärzte, Tierheime und Polizeidienststellen. Einige nichtkommerzielle Organisationen wie „TASSO e. V.” bieten eine zentrale Registrierungsstelle für entlaufene und aufgefundene Hunde; hier kann auch die Chipnummer des eigenen Tieres registriert werden soweit dies nicht automatisch durch den Tierarzt beim Einsetzen des Transponders geschieht. Diese Chipnummer ist weltweit einmalig und erlaubt anders als die Tätowierung eine eindeutige Identifizierung des Hundes. Seit Ende 2004 müssen alle Hunde im innereuropäischen Reiseverkehr mittels Chip oder Tätowierung gekennzeichnet sein. Ab 2012 gilt der Chip als einzige anerkannte Kennzeichnung.
Rottweiler/Sharpei Mischling
Zu allen Zeiten wurden Hunde auch im Krieg für unterschiedliche Aufgaben eingesetzt. Später züchtete man bestimmte Rassen als Kampfhunde, für Kämpfe mit anderen Tieren, aber auch gegeneinander. Heute ist das Thema „Kampfhund” in Deutschland sehr umstritten. In Gesetzen und Verordnungen werden bestimmte Rassen pauschal als gefährliche „Kampfhunde” eingestuft, ohne dass dieser Einteilung ein wissenschaftlich belegbare Kriterium zugrunde liegt. Die als Argument angeführte Behauptung, dass einige Hunderassen eine genetisch bedingte verminderte Beißhemmung hätten, ist äußerst zweifelhaft. Unter Beißhemmung versteht man das natürliche Verhalten eines Hundes oder Wolfes, welches die Aggressivität innerhalb des Rudels begrenzt. So gibt es in Wolfsrudeln und auch unter Hunden nur selten tödlich verlaufende Kämpfe, da die Tiere beispielsweise durch Unterwerfungsgesten ihre Rangordnung festlegen. Diese Muster sind im Welpenalter erlernt und können bei fehlender Sozialisation der Tiere gezielt unterdrückt werden, ein Effekt, welcher auf alle Hunderassen zutrifft. Inwieweit die Veranlagung zu derartigen Verhaltensstörungen auch vererbt werden und damit gezielt herausgezüchtet werden kann, ist strittig. Da „Kampfhunde” im kriminellen Milieu den Charakter von Statussymbolen haben, werden Welpen hier teilweise gezielt auf diese Verhaltensstörung trainiert um die soziale Stellung ihrer Besitzer zu unterstreichen.
Ausgangspunkt der kritischen Medienberichterstattung und der skeptischen Haltung der Öffentlichkeit gegen sogenannte „Kampfhunde” waren einige teils tödliche Unfälle mit Vertretern dieser Rassen. Statistisch ist jedoch belegt, dass die meisten Unfälle in Deutschland durch Schäferhunde verursacht werden, die man jedoch nicht zu den „Kampfhunden” rechnet. Andererseits gibt es Hunderassen wie den Pitbull, welche durch die enorme Kraft ihrer Kiefermuskeln auch bereits bei versehentlichem Biss stärkere Verletzungen hervorrufen können als andere Hunde gleicher Größe. Daher haben sie das Potential, besonders bei unsachgemäßem Umgang, zu einer erheblichen Gefahr zu werden. Solche Hunde stellen spezielle Anforderungen an ihre Haltung und Erziehung und benötigen einen verantwortungsbewussten Halter.