Tierfreunde Landshut & Umgebung e.V.- die Tierschutz Alternative in Landshut -„Niemand von uns Menschen hat das Recht, zu einem Mitmenschen oder einem Tier zu sagen: entweder du machst was ich sage, oder ich werde dir wehtun ...“ [Monty Roberts (*1935)] |
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Möchte man ein junges Kätzchen haben, so ist das ideale Alter für die Übernahme etwa die 10.-12. Lebenswoche, wenn die Jungen von der Mutter abgesetzt sind und sich besonders gut an ihre neue Familie und Umgebung gewöhnen. Aber auch ältere Katzen, z. B. aus dem Tierheim, gewöhnen sich bei entsprechender Zuwendung in der Regel schnell ein und sind dankbare Kameraden.
Während der ersten Stunden nach seiner Ankunft im neuen Heim braucht die Katze viel Ruhe. Das Fehlen der mütterlichen Zärtlichkeit und der Geschwister muss es erst verkraften. Und auch die erwachsene Katze möchte Zeit haben, die neue Umgebung und vor allem auch die noch unbekannten Menschen kennen zu lernen.
Gleichgültig, ob der neue Hausgenosse erst vier Monate oder bereits vier Jahre alt und zugelaufen ist, sollte sich der Mensch der Katze zunächst immer nur langsam nähern und beruhigend mit ihr sprechen. Wer seiner Katze die Gesellschaft eines Artgenossen ermöglichen möchte, sollte am besten gleich zwei Jungtiere zusammen anschaffen. Aber auch einer erwachsenen Katze kann mit etwas Geduld noch eine Zweitkatze dazugestellt werden. Besonders für reine Wohnungskatzen, die noch dazu tagsüber oft alleine bleiben müssen, ist es auf jeden Fall besser, wenn sie einen Spielkameraden haben.
Eine gute Erziehung beginnt mit gegenseitigem Verstehen. Ein Tierbesitzer muss die Eigenarten seiner Gefährten kennen und beachten. Selbstverständlich sollte die Katze wissen, dass sie ihre Krallen nicht an Vorhängen, Sesseln oder Bettdecken schärfen darf. Beobachtungsgabe und Intelligenz machen die Katze erziehbar; allerdings nicht im Sinne der Hundedressur. Katzen lernen, wenn ihnen die Sache Spaß macht. Sonst ist alle Mühe vergebens. Sie reagieren auf bestimmte Rufe, kennen ihren Namen und wissen bei bestimmten Wörtern, was der Mensch meint. Sie kommen llerdings nur, wenn es ihnen gerade passt. Die Katze kann einer Welt voller Abenteuer nicht widerstehen und entfernt sich, wenn sie die Möglichkeit hat, auch mal von ihrem Heim.
Was benötigt die Katze?Gardinen und Polstermöbel sind eine häufige Sorge für die Katzenliebhaber, da Katzen gerne ihre Krallen benutzen. Um Schäden an den Möbeln zu vermeiden, stellt man eine Katze, die keinen Auslauf hat, ein Kratzbrett oder einen Kratzbaum zur Verfügung. Ein richtiger stabiler Kletterbaum erfüllt außerdem noch eine Funktion als erhöhter Aussichtsplatz, den jede Katze liebt. Was den Schlafkorb betrifft, so werden nicht alle Katzen von ihm Gebrauch machen. Viele suchen sich lieber selbst einen passenden Platz in der Wohnung.
Katzen spielen gern. Sie haben eine Vorliebe für alles, was läuft, rollt oder fliegt. Als Spielzeug kann z. B. ein zusammengeknülltes Stück Papier, ein Bällchen, eine größere Garnrolle oder auch ein leerer Pappkarton dienen.
Mit derartigen Spielutensilien ausgerüstet, kann sich eine Katze wunderbar alleine beschäftigen. Noch mehr Spaß aber macht es, wenn sich der menschliche Kamerad zum Mitspielen auffordern lässt und unermüdlich durch die Wohnung rollt oder mit an Bindfäden gebundene Stofffetzen „Mäuschen” spielt.
Die Katze ist unter natürlichen Bedingungen ein Beutefresser, daher sollte die Ernährung des „Stubentigers” den natürlichen Bedürfnissen angepasst sein. Zur Gesunderhaltung des Organismus benötigt eine Katze v. a. tierisches Eiweiß und Fett, außerdem Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe.
Um Mangelerkrankungen vorzubeugen, sollte am besten hochwertiges Fertigfutter verwendet werden, das aus ausgesuchten Rohstoffen besteht und im Nährstoffgehalt auf den Bedarf von Katzen abgestimmt ist.
Bei selbst zubereiteter Katzennahrung besteht immer die Gefahr, dass die Nährstoffe nicht im ausgewogenen Verhältnis angeboten werden und das Tier schließlich krank wird. Wer es dennoch versuchen möchte, sollte sich an genaue Mengenangaben und eine gleichbleibende Zusammensetzung halten.
Der Hauptanteil der Mahlzeit (etwa zwei Drittel) sollte aus leicht verdaulichem Fleisch bestehen. Von Katzen kann z. B. besonders gut Geflügeleiweiß verwertet werden. Grundsätzlich darf Fleisch niemals roh verfüttert werden, da Infektionsgefahr besteht. Rohes Schweinefleisch beispielsweise kann den Erreger der Aujeszkyschen Krankheit enthalten, einer tollwutähnlichen Erkrankung, die bei Katzen innerhalb weniger Stunden zum Tode führt.
Die Katze erhält das Fleisch in mittelgroßen Stücken. Das Tier kaut kaum, denn es besitzt scharfe Magensäfte und eine kräftige Magenmuskulatur. Getreide und Gemüse, die dem Fleisch beigemischt werden, müssen gekocht sein. Insgesamt benötigt die ausgewachsene Katze pro Kilo Körpergewicht etwa 300 kJ täglich. Das Futter sollte nicht sofort, nachdem es dem Kühlschrank entnommen wurde, verfüttert werden, sondern eine mittlere Temperatur haben.
Auch wenn die Katze Gelegenheit zum Mäusefangen hat, soll die normale Futterration nicht gekürzt werden, da nicht sicher ist, ob und wie viel der gefangenen Mäuse wirklich gefressen werden. Ist die Katze satt, wird sie schon von sich aus weniger fressen. Wenn die Katze nicht alles auffrisst, müssen die Reste aus dem Napf entfernt werden. Selbstverständlich muss der Tierbesitzer darauf achten, dass sein Stubentiger nicht übergewichtig wird, was bei älteren kastrierten Katzen, die nicht mehr so viel herumlaufen, schon einmal passieren kann. Kreislauf- und Gelenkprobleme könnten sonst die Folge sein.
Achtung! Die Katze ist kein Mülleimer für die Mahlzeiten des Menschen. Sie darf auch keine Knochen und keine synthetischen Wursthäute erhalten.

Katzen verschlucken bei ihrer ausgiebigen Fellpflege viele ihrer Haare, die sich dann im Magen zusammenballen und unter Umständen die Verdauung behindern können. Um diese Haarballen auswürgen zu können, fressen Katzen Gras, welches wie ein Brechmittel wirkt. Da Wohnungskatzen kaum an Wiesen kommen, kann man eine Ersatzwiese schaffen, in dem man in eine flache Schale eine „Wiesenmischung” aus der Samenhandlung sät. Mit dieser „Wiese” im Haus verhindert man, dass die Katze sich an Zimmerpflanzen bedient, von denen manche giftig sind.
Gefährliche Zimmerpflanzen für die Katze sind z. B.:Geimpft wird vorbeugend gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen und Tollwut. Außerdem gibt es inzwischen auch wirksame Impfstoffe gegen die Erreger der Katzenleukose und der Felinen Infektiösen Peritonitis (FIP). Der Tierarzt kann genaue Auskünfte darüber geben, welcher Impftermin für das Jungtier oder für die zugelaufene ältere Katze am günstigsten ist. Da der Impfschutz nur etwa ein Jahr vorhält, muss jährlich vom Tierarzt nachgeimpft werden.
Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, glanzloses oder struppiges Fell sind Anzeichen dafür, dass die Katze krank ist. eine Katze, die sich nicht wohl fühlt, verkriecht sich meist an versteckten oder sehr ruhigen Orten.
Häufige Krankheiten bei Katzen sind beispielsweise Schnupfen, Wurmbefall, Abszesse durch Bisswunden nach Kämpfen mit anderen Katzen, oder auch die verschiedenen Infektionskrankheiten, wenn die Katze nicht dagegen geimpft ist.
Ein krankes Tier sollte möglichst umgehend einem Tierarzt vorgestellt werden, um die Ursache der Erkrankung festzustellen und eine Behandlung einzuleiten. Auf keinen Fall sollte man versuchen, selbst an der Katze herumzudoktern. Vorsicht mit Medikamenten! Aspirin und ähnliche Arzneimittel sind für Katzen stark giftig und eine geringe Menge kann schon tödlich sein.
Transportieren sollte man die Katze in einer fest verschließbaren Transportkiste, die es in Zoofachgeschäften zu kaufen gibt.

