Tierfreunde Landshut & Umgebung e.V.- die Tierschutz Alternative in Landshut -„Die Sache der Tiere steht höher für mich als die Sorge, mich lächerlich zu machen.“ [Émile Zola (1840-1902)] |
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Kastration ist ein Eingriff in die Natur. Das stimmt, aber dieser Eingriff ist notwendig, nachdem der Mensch die Katze in sein Haus aufgenommen hat und damit eine natürliche Auslese nicht mehr stattfindet. Deshalb muss er konsequenterweise den Nachwuchs auf andere Art beschränken. Das Elend der Katzen liegt in ihrer großen Fruchtbarkeit!
Gehen Sie mit Ihrer Katze noch heute zum Tierarzt! Lassen Sie Ihr Tier unfruchtbar machen!
Eine Katze wirft im Jahr bis zu dreimal Junge. Ein Wurf besteht im Durchschnitt aus vier Jungtieren. Katzen werden etwa im Alter von sechs bis acht Monaten geschlechtsreif. In nur fünf Jahren könnte ein einziges Katzenpärchen so theoretisch mehrere tausend Nachkommen haben – vorausgesetzt, alle Jungtiere überleben und zeugen ihrerseits Nachkommen.
Die Tierschutzvereine allein können das Katzenelend nicht mindern, wenn Sie ihnen nicht helfen!
Nur ganz wenige der vom Katzenhalter vermittelten Kätzchen finden wirklich ein liebevolles Zuhause. Das erste Zuhause, dass Sie aussuchen, ist vielleicht noch gut. Aber wird die Katze dort ihr Leben lang bleiben? Darauf haben Sie keinen Einfluss. Viele werden später in zweifelhafte Hände verschenkt oder ausgesetzt.
Bei der Kastration werden bei der weiblichen Katze die Eierstöcke und beim Kater die Hoden operativ entfernt. Dies hat zur Folge, dass keine Geschlechtshormone mehr produziert werden und der Geschlechtstrieb samt seiner unangenehmen Begleiterscheinungen erlischt. Das weibliche Tier wird nicht mehr rollig, und der Kater markiert nicht mehr in der Wohnung. Die Tiere werden ausgeglichener, häuslicher und anhänglicher. Der Begriff „Sterilisation” wird oft fälschlich für die Kastration der weiblichen Katze gebraucht. Das Durchtrennen der Eileiter bzw. der Samenleiter beim Kater – das wäre Sterilisation – wird aber tatsächlich kaum durchgeführt.
Die riesige Nachkommenschaft der Kätzin kommt nur unter Mitwirkung eines Katers zu Stande. Schon darum müsste jedem verantwortungsbewussten Katzenhalter klar sein, dass ebenfalls der Kater kastriert werden muss.
Doch auch von einer anderen Seite sollten Sie es betrachten: Eine unkastrierte Katze hat eine erschreckend kurze Lebenserwartung.
Wissen Sie, wie gefährlich ein unkastrierter Kater lebt? Alle Gefahren, die den herrenlosen Katzen drohen, warten auch auf ihn, wenn er Tag für Tag oder sogar Nacht für Nacht kilometerweit auf der Suche nach einer Kätzin umherstreift! Er kann überfahren, vergiftet oder für Versuchszwecke eingefangen werden. Einmal, meist schon im Alter von 1 – 2 Jahren, kommt er dann von seinem Bummel nicht zurück …
So früh wie möglich sollten Kater und auch Katze kastriert werden! Die häufige Meinung, Kätzinnen sollten einmal werfen bevor sie kastriert werden, ist medizinisch seit Jahren überholt. Sie hält sich allerdings hartnäckig – hören Sie nicht darauf!
Während der Rolligkeit sollte die Kätzin im Haus gehalten werden. Ist sie ausgebüxt, so ist sie höchstwahrscheinlich tragend geworden. Dann ist die sofortige Kastration noch dringender. Die Kastration einer erst vor kurzer Zeit tragend gewordenen Kätzin ist medizinisch völlig unbedenklich.
Selbstverständlich kann die Kastration auch bei älteren Tieren durchgeführt werden. Bei ihnen ist sie nicht weniger notwendig. Katzen bringen, solange sie leben, Junge zur Welt.
Sollte die Kätzin gerade Junge säugen oder die Welpen gerade abgesetzt haben, kann die Kastration erst dann vorgenommen werden, wenn das Gesäuge sich zurückgebildet hat. Mit 5 bis 6 Wochen, wenn die spitzen Zähnchen der Welpen für das Muttertier unangenehm werden, beginnt für die Kleinen die Zeit der Entwöhnung, d.h. sie beginnen feste Nahrung zu sich zu nehmen. Wenn die Katzenwelpen 8 bis 10 Wochen alt sind, kann das Muttertier kastriert werden.
Es ist ein großer Irrtum zu glauben, dass die Kätzin während der Aufzucht der Jungen nicht belegt werden kann. Es ist keine Seltenheit, dass eine Kätzin, die Welpen säugt, in dieser Zeit rollig und gedeckt wird. Schon von daher gebietet sich eine Kastration nach der Jungenaufzucht.
Die Operation selbst ist völlig harmlos und schmerzfrei. Sie wird in Vollnarkose durchgeführt. Für Tierärzte ist das Routinesache. Am Tag des Eingriffes muss die Kätzin/der Kater nüchtern bleiben. Danach sollte der Kater 3 Tage, die Kätzin etwa eine Woche im Haus gehalten werden. Beim Kater ist eine Nachbehandlung in der Regel nicht erforderlich. Bei der Kätzin müssen nach etwa 10 Tagen die Fäden gezogen werden. Danach ist alles vergessen! Wir empfehlen bei diesem Eingriff Ihr Tier gleichzeitig mit einem Microchip zu versehen.
Die unfruchtbar gemachten Katzen verlieren nicht an Anmut und verändern ihr liebevolles Wesen in keiner Weise. Die auch heute noch immer verbreitete Meinung, kastrierte Tiere würden temperamentlos und dick, ist nicht haltbar. Sie ist auf Grund der Beobachtung von Tausenden von Katzen widerlegt. Ob eine Katze dick wird oder nicht, hat der sie betreuende Mensch selbst in der Hand. Fettleibigkeit ist keine Folge der Kastration, sondern schlicht und einfach der Überfütterung, denn kastrierte Katzen sind meist bessere Futterverwerter und benötigen daher weniger Futter. Beide, Kätzin und Kater, werden nach der Kastration häuslicher, anhänglicher und oft auch verträglicher. Der Kater verliert durch die Kastration den für Menschen oft unangenehmen Geruch. Als Mäusefänger eignen sich kastrierte Katzen nach wie vor vorzüglich!

