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Katzenrassen

Die Rassestandards werden durch die internationalen Dachverbände (FIFé, WCF, GCCF, CFA, TICA), denen die nationalen Zuchtvereine angeschlossen sind, verbindlich festgelegt, können sich aber je nach Dachverband geringfügig unterscheiden. Die Katzenzucht hat eine ganze Reihe von Rassen hervorgebracht. Kater sind gewöhnlich zweifarbige Tiere, Kätzinnen können bis zu drei Farben haben. Ausnahmsweise können auch Kater dreifarbig sein; es handelt sich dann um eine genetische Anomalie, da ein solcher Kater die Chromosomenkombination XXY hat. Diese Tiere sind gesund, gewöhnlich aber nicht fortpflanzungsfähig.

Die Katzenzucht hat eine ganze Reihe von Rassen der Hauskatze hervorgebracht. Es wurden zwar nicht die extremen Unterschiede wie bei den Hunderassen erreicht, dennoch sind auch hier sehr unterschiedliche Typen herausgezüchtet worden.

Katzenrassen:

Abessinier Ägyptische Mau American Curl
Balinese Bengal-Katze Birma-Katze
Bombay-Katze Britisch Kurzhaar Burma-Katze
Chartreux Cornish-Rex-Katze Cymric
Devon-Rex-Katze Europäisch Kurzhaar Exotische Kurzhaarkatze
German Rex Katze Japanese Bobtail Javanese-Katze
Kanaani-Katze Kartäuserkatze Korat-Katze
Maine Coon Manx_(Katze) Norwegische Waldkatze
Ocicat Orientalisch Kurzhaar Perser
Ragdoll-Katze Russisch Blau Siamkatze
Sibirische Katze Singapura Schottische Faltohrkatze
Selkirk Rex Snowshoe Somali-Katze
Sphinx-Katze Tonkanese Türkisch Angora
Türkische Van

Katzenzucht

Die Katzenzucht ist im allgemeinen keine einfache Sache. Sie erfordert Geduld und gute Tierkenntnisse wie auch solide Kenntnisse der Vererbungslehre, wobei die Eigenwilligkeit und das Einzelgängertum von Katzen systematischen Zuchtversuchen entgegensteht. Um gesunde schöne Tiere zu erhalten, dürfen ihre Eltern keine vererbbaren Gesundheits- oder Schönheitsfehler haben. Die Zucht mit Katzen, welche erhebliche gesundheitliche Defekte vererben, stellt in Deutschland einen Verstoß gegen § 11b TSchG dar. Ein Beispiel dafür ist etwa das Fehlen oder die Verkümmerung der für den Gleichgewichtssinn und die Orientierung der Katze wichtigen Schnurrhaare, eine Erscheinung welche bei den Rassen Rex und Sphynx öfters zu beobachten ist. Zur Zucht zugelassen sind auch nur standardgemäße Tiere, welche auf einer Ausstellung in der Offenen Klasse mindestens die Formnote „vorzüglich” erhalten haben.

 

Perser Katze mit deformierter Nase

Perser Katze

Überzüchtete Perserkatzen mit ihrer deformierten Nasen- und Mundpartie haben z. B. oft Atemprobleme, schnarchen und haben Mühe, ihr Fressen aufzunehmen. Daneben stellt die erbliche zystische Nierenerkrankung (polycystic kidney disease, PKD) bei dieser Rasse ein ernstes Problem dar.

Der gültige Perser FIFé-Standard (von 1993) für Perserkatzen schreibt eine kurze und breite Nase mit einem deutlichen Stop vor (einen Knick zwischen Nase und Stirn). Stupsnasen sind nach diesem Standard unerwünscht, die Nasenspitze darf hiernach nicht höher sein als das Unterlid des Auges.

Der Stop ist aus medizinischen Gründen problematisch. Ein besonders stark ausgeprägter Knick zwischen Nase und Stirn ist mit einer Verengung des Tränen-Nasen-Kanals verbunden. Dies kann massive Augenprobleme nach sich ziehen, zudem können hierbei Atemstörungen vorkommen. An den Augenwinkeln auslaufende Tränenflüssigkeit hinterlässt dunkle Verkrustungen und kann dauerhafte Verfärbungen im Fell hinterlassen. Vor dem Kauf einer Perserkatze sollte daher sichergestellt sein, dass die Katzen frei von derartigen Beschwerden sind.

In Deutschland gibt es eine angeregte Diskussion unter Perserliebhabern, ob zu „platte” Nasen als Qualzuchten geächtet werden sollten. Einige Züchter haben sich darauf spezialisiert, sogenannte „Perser mit Nase” zu fördern. Viele Vereine erkennen diese, auch als „englischer Typ” oder „Klassischer Perser” bezeichneten Katzen jedoch nicht an.

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