Tierfreunde Landshut & Umgebung e.V.- die Tierschutz Alternative in Landshut -„Erfurcht vor dem Leben ist Abscheu vor dem Töten! Tierschutz ist Menschenschutz. Wir schützen durch ihn die Menschenseele vor Verrohung.“ [Magnus Schwantje (1877-1959)] |
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Die Hauskatze (Felis silvestris f. catus) ist ein seit vielen Jahrhunderten vom Menschen gehaltenes Haustier. Katzen beanspruchen sehr viel Bewegungsfreiheit, sie sind auf faszinierende Weise eigenwillig und haben trotzdem zu den Menschen eine enge, zutrauliche Beziehung entwickelt. Es gibt momentan etwa 7 Millionen Katzen in Deutschland (Quelle: Industrieverband Heimtierbedarf).
Die Ernährung ist ein wichtiger Bestandteil für eine gesunde und gepflegte Katze. Wichtiges Indiz für ein gesundes Tier sind ein dichtes Fell und klare Augen. Wie alle Lebewesen braucht die Katze Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralstoffe und Vitamine in ausgewogener Zusammenstellung.
Die fleischlichen Proteine bilden ihre Hauptnahrung. Obwohl Katzen reine Fleischfresser sind, ist es für sie auch durchaus gesund, pflanzliche Nahrung einzunehmen. In der freien Natur geschieht dies durch den Verzehr von Darminhalt der Beutetiere und zusätzlichen Gräsern.
Neben dem Dosenfutter wird vom Handel Trockennahrung angeboten. Dazu sollte immer ein Napf mit frischem Wasser bereitgestellt werden. Von der alleinigen Ernährung mit Trockenfutter ist allerdings abzuraten, da die Tiere tendenziell nicht genug Wasser trinken und es deshalb zu Harnsteinen kommen kann. Außerdem wird hierdurch die Neigung der Hauskatze zu Nierenerkrankungen gefördert. Die Fütterung mit Trockenfutter beinhaltet die Gefahr der Adipositas des Tieres, da die Nahrung infolge ihres geringen Wassergehaltes sehr energiereich ist. In freier Wildbahn fressen Katzen nicht neben der Tränke. Hauskatzen haben dieses Verhalten beibehalten und trinken nur aus einem neben den Futternapf stehenden Napf, wenn keine andere Möglichkeit besteht. Bei Katzen, die nicht viel trinken, wird daher empfohlen, den Wassernapf getrennt vom Futternapf aufzustellen.
Eine Wohnungskatze sollte nie alleine gehalten werden. Im Gegensatz zur Katze mit Auslauf hat sie keine abwechslungsreiche Gegend mit lebenden Tieren zum Fangen, mit Bäumen zum Klettern und keine große Entdeckungsmöglichkeiten. Da all diese wichtigen Beschäftigungsmöglichkeiten fehlen, muss der Mensch für die fehlende Beschäftigung sorgen. Ein Kratzbaum, verschiedene Spielmöglichkeiten wie Schnüre, Bälle und ab und zu eine Kartonschachtel für Verstecke sollten der Katze zur Verfügung stehen. Mehrere Katzenklos sollten aufgestellt werden, die regelmäßig gesäubert werden müssen.
Viele Substanzen, die dem Menschen zuträglich sind, sind für Katzen giftig, wie z.B. Aspirin. Ebenso ist Vorsicht geboten bei der Auswahl von Topfpflanzen für die Wohnung, da Katzen gern Grünzeug knabbern, um sich der beim Putzen verschluckten Haare zu entledigen, viele gängige Pflanzen für die Katze aber hochgradig giftig sind, so z.B. das beliebte Alpenveilchen. Auch das Angebot von Schalen mit Katzengras oder Zyperngras kann die naturgemäß neugierige Katze oft nicht davon abhalten, auch von anderen Pflanzen in der Wohnung zu naschen. Noch mehr Vorsicht ist bei unsicher aufgestellten Glasbehältern zu wahren, da eine Katze eventuell das Gefäß zu Boden stürzen lassen kann und sich später ernste Schnittwunden zuziehen kann.
Die weitaus am häufigsten beobachteten Katzenkrankheiten sind Infektionserkrankungen. Jungtiere sind für Herpesinfektionen der Atemwege (Katzenschnupfen) und Parvovirusinfektionen (Katzenseuche) hoch empfänglich. Bei ausgewachsenen Tieren stellen die Infektionen mit dem FeLV, dem FIV und dem FIP Virus ein ernstes Problem dar. Ihre Rolle als Überträger der Tollwut hat die Katze durch Impfungen zum großen Teil verloren.
Daneben sind Katzen sehr empfänglich für Parasiten. Hier werden am häufigsten Infektionen mit Endoparasiten (Spul- und Bandwürmern) sowie Ektoparasiten (Flöhe, Milben, Zecken) beobachtet.

Foto: Pixelquelle.de
Die Katze ist ein Tier, das sich – verglichen mit anderen Säugetieren – äußerst schnell vermehrt: Eine Katze wirft im Jahr bis zu dreimal Junge. Ein Wurf besteht im Durchschnitt aus vier Jungtieren. Katzen werden etwa im Alter von sechs bis acht Monaten geschlechtsreif.
In nur fünf Jahren könnte ein einziges Katzenpärchen so theoretisch mehrere tausend Nachkommen haben – vorausgesetzt, alle Jungtiere überleben und zeugen ihrerseits Nachkommen.
Viele Katzen sterben allerdings früh durch Krankheiten. Die gleichwohl rasche Vermehrung führt oft zu Inzucht auf Bauernhöfen, deren nachteilige genetische Folgen Herzschwäche, Anfälligkeit für Krankheiten und Lebensverkürzung bei der Nachkommenschaft sind.
Ohne zusätzliches Füttern des Bauern fängt eine Katze pro Tag ca. 8 bis 12 Mäuse. Durch Kastration, gute Fütterung und Pflege werden Katzen entgegen der Volksmeinung jedoch nicht zu schlechteren Mäusejägern. Da der Jagdinstinkt der Katze auf sich bewegende Beute fixiert ist, fängt sie Mäuse nicht allein, um satt zu werden, und geht auch mit vollem Magen auf die Jagd. Satte Katzen sind sogar bessere Jäger als hungrige Katzen: Die Jagd ist eine körperliche und konzentrative Höchstleistung, die enorme Mengen an Energie erfordert.
