Tierfreunde Landshut & Umgebung e.V.- die Tierschutz Alternative in Landshut -„Das Mitleid bleibt immer das gleiche Gefühl, ob man es für Menschen oder eine Fliege empfindet.“ [Leo Tolstoi (1828-1910)] |
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Eine der bekanntesten Kleintierarten ist der Hamster. Leider wird dieser noch viel zu häufig für das ideale Kinderhaustier gehalten. Da Hamster nachtaktiv sind, selten richtig handzahm werden und darüber hinaus durch ihre geringe Körpergröße leicht von Kindern unabsichtlich verletzt werden können sind sie weniger für Kinder geeignet. Die meisten Hamster stammen ursprünglich aus Regionen der Mongolei, Sowjetunion, und China. Leider ist die Lebenserwartung nicht hoch und beträgt bei guter Pflege ca. 2 bis 3 Jahre. Die einzelnen Arten werden in verschiedenen Gruppen nach ihrer Körpergröße geordnet. So gibt es zum Beispiel die Großhamster, wie der Feldhamster, die eine Größe von 25 – 30cm erreichen. Die Mittelhamster, wie die einzelnen Goldhamster, erreichen eine Größe von ca. 15 bis18 cm . Die Zwerghamster, wie der Roborowski Zwerghamster, werden nur 2 – 12 cm groß.
Trotz der geringen Körpergröße hat der Hamster ein sehr großes Bewegungsbedürfnis. Deshalb sollte man ihn auf keinen Fall in zu kleinen Käfigen halten. Außerdem sollten mehrere Ebenen eingerichtet werden, die dann mit Rampen und Röhren verbunden werden. Da Hamster in der freien Natur in Höhlen in bis zu 2m Tiefe leben sollten sie auch in Gefangenschaft die Möglichkeit haben zu graben. Ein Laufrad im Käfig ist sehr zu empfehlen. Dieses sollte mindestens den Durchmesser von 25cm bis 30cm haben da sonst Wirbelsäulenschäden auftreten können. Aufgrund der Nachtaktivität ist der Käfig in einen abgedunkelten Raum zugfrei bei 18 – 22 Grad zu stellen, damit die Tiere tagsüber in Ruhe schlafen können und aber auch in der Nacht niemanden mit ihren Treiben strömen. Ein Häuschen mit abnehmbaren Deckel, erleichtert die Reinigung und kann vom Hamster weich auspolstern können. Obstbaumäste zum Klettern und Nagen vervollständigen die Hamsterwohnung.
Genau wie ein zu kleines Laufrad oder eine Hamsterlaufkugel sollte in einem Käfig keinesfalls Hamsterwatte verwendet werden. Hamster können sich in ihr verheddern oder sich die Pfoten abschnüren. Das verschlucken ist sehr gefährlich, da sich Verdauungsprobleme daraus ergeben können. Auch Leitern mit Sprossen eignen sich nicht da sich die Tiere damit verletzen können.
Man sollte zum größten Teil das in Tierfachgeschäften angebotene Hamsterfutter verwenden, aber auch frisches Obst und Gemüse sowie Löwenzahn, Nagergrün, genug Heu, hartes (auf keinen Fall schimmelndes) Brot, Äste und Nagerstein. Wichtig ist auch ein spezieller Salzleckstein der den Salzhaushalt ausgleicht. Natürlich darf auch frisches, sauberes Wasser niemals fehlen. Als Leckerlies können unter anderen Erdnüsse, Walnüsse, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne gegeben werden. Entgegen der vielverbreiteten Meinung gehören allerdings auch tierische Nahrungsmittel wie Rinderhack, Tatar, fettarmer Naturjoghurt, Mehlwürmer, Käfer, Grillen, Heuschrecken, Hundekekse, Trockenfutter für Katzen, und Zierfischfutterflocken auf den Speisezettel für eine ausgewogene Ernährung. Es ist darauf zu achten dass keine Melasse verfüttert wird.
Wenn überhaupt sind nur vereinzelt einige Zwerghamster in Gruppen zu halten. Die meisten anderen Hamster sind reine Einzelgänger die sich in freier Natur nur zu den Paarungszeiten treffen. Daher sollten auch in Gefangenschaft die einzelnen Hamster immer getrennt gehalten werden, da es sonst zu Revierkämpfen kommen kann.
Die Geschlechtsreife setzt bei Hamstern bereits sehr früh mit ca. 3 bis 4 Wochen ein. Daher ist es wichtig schon die jungen Tiere nach ihrem Geschlecht zu sortieren, denn wenn dies nicht geschieht könnten bis zu 140 Junge im Jahr die Folge sein. Nach einer Tragzeit von 16 bis 22 Tagen, je nach Rasse, bringen die Weibchen in der Regel zwischen 7 und 14 Junge auf die Welt. Da wie bereits erwähnt Hamster Einzelgänger sind kann es auch zwischen der Mutter und ihren Jungen nach einiger Zeit zu Revierkämpfen kommen.
(TD)

Goldhamster
Neben den verträglichen und gut verdaulichen Pflanzen gibt es eine ganze Reihe Pflanzen die unverdaulich bis hochgiftig sind. Diese sind auf jeden Fall aus dem Bewegungsradius des Hamsters zu entfernen. Einige giftige Pflanzen sind Agave, Aloe, Alpenveilchen, Azalee, Bogenhanf, Chrysanthème, Clivie, Engelstrompete / Stechapfel, Eisenkraut, Geranie, Hortensie, Madagaskarpalme, Oleander, Passionsblume, Porzellanblume, Wandelröschen, Christusdorn, Kroton / Wunderbaum, Weihnachtsstern, Baumfreund, Dieffenbachie, Efeutute, Einblatt, Fensterblatt, Flamingoblume, Kolbenfaden, Purpurtute, Zimmerkalla, Birkenfeige, Gummibaum , Aralie, Efeu, Efeuaralie, Fingeraralie, Schefflera.