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Allgemeines über Kaninchen

Entgegen der vielseitigen Meinung sind gerade Kaninchen nicht sehr geeignet für Kinder da sie sehr scheu sind. Sie werden selten richtig handzahm. Die richtig Pflege ist sehr wichtig. Hier wollen wir Ihnen gerne ein paar Tipps gehen damit Sie und Ihr Kaninchen glücklich und zufrieden zusammen leben können. Man sollte schon vor der Anschaffung darauf achten wer das Tier versorgen soll. Viele Kinder sind einfach damit überfordert oder verlieren nach einiger Zeit die Lust dazu. Meistens müssen dann die Eltern die Pflege übernehmen. Auch wird oft nicht bedacht, dass Kaninchen bis zu 12 Jahren alt werden können.

Die richtige Unterbringung

Selten werden die Kaninchen in einem ausreichend großen Käfig gehalten. Er sollte auf jeden Fall den verschiedenen Größen angepasst sein, und eine Größe von 1,30m bis 1,50m nicht unterschritten werden. Generell gilt hier wie auch sonst die Regel umso größer umso besser, besonders wenn mehrere Tiere in einem Käfig zusammen gehalten werden. Ebenso wichtig wie die Größe der Unterbringung ist auch die richtige Ausstattung. Der Boden sollte mit einer saugfähigen, staubfreien Kleintierstreu bis zu 5cm hoch ausgepolstert werden. Darüber kommt noch eine Schicht Heu oder Stroh. Bei der Einstreu mit Heu ist es wichtig, immer zu kontrollieren das ausreichend vorhanden ist da die Kaninchen ebenso wie anderer Nagetiere gerne Heu fressen. Dies ist auch ihre Hauptnahrung. Auch ein unbedingtes „muss” im Käfig ist eine Rückzugmöglichkeit, am besten ein Häuschen mit Flachdach. Dort können die Kaninchen sich gleichzeitig verstecken, aber auch das Dach als Aussichtsplattform nutzen. Um die Langeweile im Käfig auszuschalten sind die Äste von unbehandelten Obstbäume sehr gut geeignet, denn daran kann nach Herzenslust geknabbert und genagt werden.

Ernährung

Die größten Fehler im Zusammenleben zwischen Mensch und Tier werden sicherlich in Sachen Ernährung gemacht. Deshalb ist eine Aufklärung auf diesem Gebiet besonders wichtig. Neben dem immer vorhandenen sauberen Wasser ist das Heu das eigentliche Hauptnahrungsmittel. Das im Zoofachhandel zu erwerbende fertige Futter ist nicht schlecht, leider sind dort aber meistens zu viele Körner und andere Kalorienreiche Inhaltstoffe, die unsere Kaninchen zu fett werden lassen. Wenn dann sollten höchstens 1 bis 2 Löffel, zu dem immer vorhandenen trockenen Heu, zugefüttert werden. Man kann auch gerne noch etwas frisches Obst und Gemüse füttern. So sind z.B. Chiccoreé, Endivie, Fenchel, Möhren (gerne auch mit Grün), Sellerie, Spinat aber auch Birnen und Äpfel sehr gut zur Nahrungsergänzung geeignet. Kohl eignet sich nicht als Nahrung, da sonst lebensbedrohliche Blähungen auftreten können.

Andere Pflanzen sind sogar giftig: dies sind das Mutterkorn von Getreide, Herbstzeitlose, Bingelkraut, Kartoffelkeime, rohe Bohnen, Fingerhut, Wasserschierling, Hundepetersilie, Tollkirsche, Nachtschatten, Goldregen, Eibengewächse.

Gesellschaft

Da Kaninchen in freier Wildbahn in größeren Gruppen leben ist es sehr wichtig sie mit Artgenossen zu vergesellschaften.

Die Haltung eines einzelnen Kaninchens zusammen mit Meerschweinchen ist deshalb nicht ausreichend um die sozialen Bedürfnisse der Kaninchen zu befriedigen. Die Experten sind einhellig der Meinung, dass artengleiches Halten dem einzelnen Tier viel zuträglicher ist. Es gibt zu viele Unterschiede zwischen den einzelnen Arten.

Wenn man beides halten will, also Kaninchen und Meerschweinchen, sollte man mindestens jeweils 2 von jeder Art haben.

Welche Geschlechter am besten zusammen leben können ist keine leichte Frage. Natürlich ist es so, dass ein Männchen und ein Weibchen sich meistens sehr gut verstehen. Mindestens eines der beiden sollte auf jeden Fall kastriert werden, sonst kann es leicht zu einer Kaninchenflut kommen. Frisch kastrierte Männchen können noch 6 bis 7 Wochen Junge zeugen. Bei den gleichgeschlechtlichen Tieren kann es zwar nicht zu Nachwuchs kommen, trotzdem ist eine Kastration bei den Männchen von Vorteil, da es sonst sehr leicht zu heftigen Revierkämpfen kommen kann. Da man nie wissen kann ob sich zwei Kaninchen verstehen, testet man es am besten bevor man eine entgültige Entscheidung trifft.

Wirklich artgerechte Kaninchenhaltung ist anspruchsvoller, aufwändiger und teurer als konventionelle Käfighaltung.

Zusammengewöhnung

Es gibt viele Tipps und Tricks, wie man mehrere Kaninchen, ohne das unnötig viel Stress für die Tiere entsteht, zusammengewöhnt. Wie und was bei den einzelnen Tieren hilft ist auch hier wieder eine reine tierabhängige Entscheidung. So kann zum Beispiel für das erste Zusammentreffen, ein neutraler Platz ausgewählt werden. Dort hat noch keines der Kaninchen sein Revier und sieht daher den anderen nicht so sehr als Eindringling. Auch kann man mit einen feuchten Tuch beide sanft abwischen um die einzelnen Gerüche zu mischen. Es sollte für den Anfang immer noch vorsichtshalber ein zweiter Käfig vorhanden sein, der dann in Seh- und Riechweite aufgestellt werden kann. Beim kennen lernen von Kaninchen sollte immer jemand anwesend sein. Auftretende Rangkämpfe können entweder mit dem Trennen der Kaninchen oder durch das bespritzen mit einem kleinen Wasserstrahl unterbrochen werden.

(TD)

 

Kaninchen

„Hasen” und „Kaninchen”

Als „Kaninchen” oder „Karnickel“ bezeichnet man mehrere Arten bzw. Gattungen aus der Familie der „Hasen”. Manche Gattungen wie z. B. die Rotkaninchen (Pronolagus) werden gelegentlich als Hasen, gelegentlich als Kaninchen bezeichnet. Dennoch lassen sich eine Reihe von Merkmalen anführen, die entscheiden, ob eine Gattung als Hase oder Kaninchen zu bezeichnet wird:

Haltung im Freien

Generell ist nichts gegen eine Außenhaltung zu sagen. Es müssen nur einige Wichtige Vorkehrungen getroffen werden. Es ist unbedingt nötig, dass die Kaninchen einen trockenen, sauberen, wind- und frostgeschützten Unterschlupf haben. Hier ist auf die richtige Größe zu achten. Dieser sollte nicht zu groß, aber auch nicht zu klein sein, da die Kaninchen sonst ihn nicht erwärmen können oder nicht alle Platz finden. Es ist auch wichtig wenn man seine Kaninchen draußen halten will, dass sie nicht zu schnell von einer warmen Wohnung in die Kälte kommen, sondern sich schon in der warmen Jahreszeit daran gewöhnen können das es langsam immer kälter wird. Auch im Sommer können sie gerne im Freien bleiben, vorausgesetzt es ist immer reichlich Schatten und ausreichend Wasser vorhanden. Das Gehege muss, wie der Käfig in der Wohnung, ausreichend groß sein. Sehr wichtig ist es auch, dass weder die Kaninchen ausbrechen, noch Katzen, Raubvögel, oder Hunde einbrechen können.

Was man seinen Kaninchen sonst noch Gutes tun kann.

Kaninchen sind wie viele anderen Tiere Fluchttiere. Deshalb wollen und müssen sie sich ausreichend bewegen können. Bei einer Käfighaltung sollten sie deshalb die Möglichkeit haben sich täglich ca. 2 Std. auszutoben. Man muss allerdings darauf achten das in der Wohnung die Elektrokabel und Steckdosen so gut wie möglich gesichert sind. Auch sollten bei den Wohnungspflanzen darauf geachtet werden das eventuell giftige Arten nicht in der Reichweite von den Kaninchen stehen. Bedenken sie bitte dabei, das Kaninchen bis zu 60cm hoch springen können. Eine weitere Eigenart von Kaninchen ist das sie gerne die Übersicht über ihr Gebiet behalten, sodass sie gerne auf Sofas, Stühle und Betten hopsten. Da Kaninchen auch gerne buddeln, und dies nicht unbedingt in den Blumentöpfen tun sollten, währe es eine gute Möglichkeit, ihnen eine selbstgebastelte Buddelbox anzubieten. Diese kann mit Erde, Einstreu oder Pappierstreifen (aus unbehandelten Papier) ausgelegt werden. Am Anfang werden Ihre Kaninchen zwar etwas Zeit brauchen um zu verstehen was sie damit machen sollen, allerdings wird es ihnen umso mehr Spaß machen wenn sie es erst herausgefunden haben.

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