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Allgemeines über Meerschweinchen

Schon seit dem 16. Jahrhundert sind die Meerschweine in Europa bekannt. Damals brachten die Spanier sie von Südamerika mit, wo sie als Fleischlieferant der Inkas gehalten wurden. Dort leben die Meerschweine in größeren Gruppen von 5 bis 20 Tieren, deshalb sollten sie auch nie einzeln gehalten werden. Da sie in freier Wildbahn viele Feinde haben, und sich kaum verteidigen können, ist ihre einzige Verteidigung die Flucht. Beim hochnehmen sollte das Tier von der Seite angefasst werden. Wenn sie von oben hochgenommen werden, verfallen sie oft in eine Schreckstarre. Viele Leute denke dabei irrtümlich das es dem Tier gefällt.

Die richtige Unterbringung

Eine Richtlinie für die richtige Größe besagt das man pro Tier ca 0,5 Quadratmeter rechnen sollte. Gerne können aber auch größere Flächen zur Verfügung gestellt werden. Wie bei den Kaninchen sollte eine staubfreie Einstreu verwendet werden. Darüber sollte eine dicke Schicht Heu oder Stroh gegeben werden. Meerschweinchen spielen sehr gerne im weichen Heu oder verstecken sich bei drohender Gefahr. Auch ist es von Vorteil wenn man ein kleines Häuschen zum Verstecken im Käfig ist. Da Meerschweinchen sehr schreckhaft sind sollten laute Geräusche oder schnelle Bewegungen vermieden werden. Eine weitere wichtige Ausstattung sind Äste von unbehandelten Obstbäumen. Diese sind notwendig da die Zähne bis zu 1,5 mm im Monat wachsen und ständigen Abrieb benötigen. Sonst können Zahnfehlstellungen größere Probleme bei der Nahrungsaufnahme verursachen.

Ernährung

Das wichtigste Nahrungsmittel für Meerschweichen ist, wie für die meisten Nagetiere, das Heu. Dieses brauchen sie auch um die Zähne abzuschleifen. Ausserdem hilft es beim Ausscheiden von verschluckten Haaren. Weiterhin kann man auch noch Möhren, Paprika, Petersilie, Tomaten, Honigmelonen, Eisbergsalat, Endiviensalat, Gras, Löwenzahn, Äpfel verfüttern. Gurken, Wassermelonen und Weintrauben verfüttern. Allerdings sollten sie nur als Leckerlies verfüttert werden, da sie sonst Durchfall aufgrund des hohen Wassergehalts hervorrufen können.

Weiterhin vertragen Meerscheinchen keinen Kohlrabi, Blumenkohl, Weißkohl, Rosenkohl, Bohnen sowie Steinobst und rohe Kartoffeln. Sie reagieren darauf meist mit Blähungen, die durchaus lebensbedrohlich sein können.

Zudem sind Berglorbeer, Ginster, Blauregen, Buchsbaum, Efeu, Eibe, Essigbaum, Goldregen, Hartriegel, Heckenkirsche, Ilex, Lonicera, Kirschlorbeer, Lebensbaum, Liguster, Oleander, Sadebaum, Schneebeere, Seidelbast, Sommerflieder, Wacholder, Holunder. Agave, Aloe, Alpenveilchen, Amaryllis, Aronstab, Azalee, Christrose, Eisenhut, Farne, Ficus, Digitalis, Anthurie, Geranien, Lilien, Kalla, Lupinen, Maiglöckchen, Narzissen, Osterglocken, Primeln, Colchicium, Bärlauch, Bilsenkraut, Bingelkraut, Bittersüßer Nachtschatten, Kornwicken, Buschwindröschen, Eisenhut, Fingerhut, Gundermann, Hundspetersilie, Maiglöckchen, Narzissen, Rebendolde, Sauerklee, Schneeglöckchen, Wolfsmilchgewächse, Kartoffelkeime und rohe Bohnen absolut giftig.

Gesellschaft

Da Meerschweinchen in freier Wildbahn in größeren Gruppen leben ist es sehr wichtig sie mit Artgenossen zu vergesellschaften. Zwar sind sie auch mit anderen Arten wie z.B. dem Kaninchen verträglich, sollten aber am besten mit mindestens einem anderen Meerschweinchen zusammenleben. Im Normalfall ist das auch gar kein Problem. So verstehen sich zwei Böckchen meistens recht gut. Auch bei Weibchen klappt das Zusammenleben meist ohne große Probleme. In einer größeren Gruppe mit mehreren Tieren, sollte man jedoch darauf achten, dass immer mehr Weibchen als Männchen vorhanden sind, da es sonst zu Rangkämpfen zwischen den Männchen um die Weibchen kommen kann. Jedoch sollte man dann auch auf jeden Fall die Männchen kastrien lassen.

Vermehrung

Nach einer Tragezeit von ca. 68 Tagen bringen Meerschweinchen ca 1 bis 5 Junge zur Welt. Diese sind gleich nach der Geburt soweit entwickelt das sie bereits mit den Erwachsenen mitfressen können. Die Jungen brauchen noch ca. 20 Tage die Pflege ihrer Mutter. Die jungen Weibchen sind dann ab ca der 4 Woche bereits soweit entwickelt, das sie selber Junge bekommen können. Die Männchen sind bereits ab der 5. bis 7. Woche zeugungsfähig. Die Meerschweinchen können 4 bis 5 mal im Jahr Junge werfen. Deshalb ist eine frühe Geschlechtsbestimmung sehr wichtig. Bei den weiblichen Tieren sieht es etwa aus wie ein Y beim Männchen etwa wie ein I. Sollten sie sich nicht sicher sein, fragen sie bitte ihren Tierarzt oder andere Fachleute.

(TD)

 

Meerschweinchen

Haltung im Freien

Generell ist nichts gegen eine Aussenhaltung zu sagen. Es müssen nur einige wichtige Vorkehrungen getroffen werden. Es ist unbedingt nötig, dass die Meerschweinchen einen trockenen, sauberen, wind- und frostgeschützten Unterschlupf haben. Hier ist auf die richtige Größe zu achten. Der Unterschlupf sollte nicht zu groß, aber auch nicht zu klein sein, da die Meerscheinchen ihn sonst nicht erwärmen können oder nicht alle Platz finden. Es ist auch wichtig wenn man seine Meerschweinchen draußen halten will, dass sie nicht zu schnell von einer warmen Wohnung in die Kälte kommen, sondern sich schon in der warmen Jahreszeit daran gewöhnen können das es langsam immer kälter wird. Auch im Sommer können sie gerne im Freien bleiben, vorausgesetzt es ist immer reichlich Schatten und ausreichend Wasser vorhanden. Das Gehege muss, wie der Käfig in der Wohnung, ausreichend groß sein. Sehr wichtig ist es auch, dass weder die Meerschweinchen ausbrechen, noch Katzen, Raubvögel, oder Hunde einbrechen können.

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