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Heimtiere

In Anlehnung an Artikel 1 Abs. 1 des Europäischen Übereinkommens vom 13. November 1987 zum Schutz von Heimtieren werden Tiere, die der Mensch insbesondere in seinem Haushalt und als Gefährten hält oder die für diesen Zweck bestimmt sind, als Heimtiere bezeichnet. In Deutschland werden mehr als 90 Mio. Heimtiere gehalten, insbesondere Zierfische, Vögel, Katzen, Hunde und Kleinnager. [Quelle: Tierschutzbericht 2003]

Bei der Heimtierhaltung kann es zu ernsten Tierschutzproblemen kommen. Neben der Tierquälerei, grober Vernachlässigung und dem willkürlichen Aussetzen von Tieren spielt auch eine nicht artgerechte Haltung der Tiere eine wesentliche Rolle. Trotz ihrer teilweisen jahrhundertlangen Anpassung an den Menschen haben Heimtiere doch individuelle Mindestansprüche an die Haltungsbedingungen. Dazu Zählen vor allem eine artgerechte Ernährung, ausreichende Bewegungsmöglichkeiten und Beschäftigungsangebote. Ausreichende Sozialkontakte zu Artgenossen und dem Menschen sind für Heimtiere äußerst wichtig. Die Haltung von noch nicht domestizierten Wildtieren als Heimtier stellt extrem hohe Anforderungen, die ohne ausreichende Sachkenntnis und hohe finanzielle Mittel für die Unterbringung nicht erfüllbar sind.

Nur für die Haltung von Hunden gibt es mit der Tierschutz-Hundeverordnung vom 2. Mai 2001 Mindestanforderungen an die Haltung. Für andere Haustiere gibt es aber immer noch keine gesetzlichen Regelungen.

Die regionalen Tierschutzvereine sorgen mit viel ehrenamtlicher Arbeit für bessere Bedingungen der Heimtiere. Sie gehen Hinweisen auf Tierquälerei und nicht artgerechte Haltung nach, nehmen unbedacht angeschaffte Haustiere auf und geben sie an neue Tierhalter weiter, übernehmen die kommunale Aufgabe der Abwehr von Gefahren durch streunende Tiere (vor allem Hunde) und betreuen verwilderte Haustiere. Unter den verwilderten Haustieren sind besonders Katzen und Hunde zu nennen. Diese Tiere sind als domestizierte Haustiere kaum mehr dazu fähig, sich selbst zu versorgen. Wichtig ist hier, die Fortpflanzung zu regulieren und durch artgerechte Fütterung für eine stabile und gesunde Population zu sorgen.

Ausgesetzt

Jährlich werden in Deutschland pro Jahr über 500 000 Haustiere ausgesetzt. Eine traurige Tatsache, denn der Tierbesitzer nimmt damit bewusst den Tod seines Tieres in Kauf. Sie werden an Parkplätze angekettet, da besteht ja noch die Möglichkeit, dass sie entdeckt werden. Aber andere bringen ihre Tiere in einsame Gegenden, oder in den Wald und binden diese auch noch an, diese Handlungsweise ist für das Tier meist der sichere Tod. Warum? Es gibt in unserem Land, Gott sei dank, einen flächendeckenden Tierschutz. Es gibt Vereine, Tierärzte, Tierheime, Hundeschulen, Tierfreunde, die einen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Bei Problemen mit dem Tier, in der Urlaubszeit, bei persönlichen Lebensänderungen. Ein Tier ist ein Lebewesen, dass Schmerz und Leid fühlt. Schon bei der Anschaffung eines Haustieres sollte man sich bewusst sein, dass man über Jahre hinweg eine Verantwortung übernimmt. Aber in unseren heutigen Wegwerfgesellschaft gibt es leider Tierbesitzer, die keine Tierfreunde sind. Trotzdem, wenn sie ihr Tier nicht mehr haben wollen, geben sie es ab, statt es einfach wegzuwerfen. (RR)

 

Armer Kerl

Diese arme Kreatur wurde offensichtlich extrem vernachlässigt.

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