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Legehennen

Die Haltung von Legehennen ist meistens aufgrund ähnlicher Voraussetzungen in solchen Gebieten zu finden, die sich auch für die Haltung von Schweinen anbieten. Auch Geflügel wird meist in Ställen gehalten, da Geflügel in Freilandhaltung immer durch Vogelkot übertragbaren Krankheiten ausgesetzt ist. Insgesamt lassen sich Käfighaltung, Bodenhaltung und Freilandhaltung unterscheiden.

Darüber hinaus ist die Sozialstruktur des jeweiligen Geflügels zu beachten: Hühnervögel ordnen sich in Familienverbände von maximal ca. zwei Dutzend Individuen ein, in denen die Verhältnisse per Hackordnung geregelt werden. Eine „ungeregelte” Freilandhaltung führt daher zu nichts anderem, als dass die Tiere aus Angst vor Greifvögeln in der Nähe des Stalles in der eigenen Jauche stehen – dadurch einen höheren Bedarf an Medikamenten aufweisen – und das unter ständigem, unlösbaren Sozialstress. Daher kommen größere Käfige den Bedürfnissen der Tiere vielleicht näher als „Freiland” für Tausende von Hühnern.

Hühner in Bodenhaltung

Fotos: www.soylent-network.com

Natürlicherweise legten die freilebenden Vorfahren der Legehennen jährlich ein bis zwei Gelege von etwa 6-12 Eiern, was der eigenen Fortpflanzung diente. Durch die menschlichen Eingriffe in das Erbmaterial der Vögel sind viele Hühner heutzutage dazu gezwungen bereits bis zu 300 Eier im Jahr abzulegen. Selbst auf dem Land frei laufende Legehennen „produzieren” auf diese Weise unnatürlich viele Eier, die der Mensch im Nachhinein für sich beansprucht.

Wer also von einer „artgerechten” Hühnerhaltung spricht, kann dies nur mit Hinblick auf die menschliche Ausbeutung dieser Tiere meinen, da die erblichen Schäden der Vögel (angezüchtete unnatürlich hohe Eiablage) die Grundlage für jede Legehennenhaltung bilden, egal ob Käfig, Boden- oder Freilandhaltung…

Wenn die Legeleistung der Tiere abnimmt, werden die Vögel geschlachtet und sie gelangen als Suppenhühner in den Handel.

Die Hühner aus Bodenhaltung werden in der Regel nach ca. einem Jahr Lebenszeit getötet. Dann wird die nächste Gruppe von jungen Tieren in den Stall eingeliefert und ein Jahr lang ausgenutzt, bis zur Schlachtung, und so weiter…

 

Hühner in Bodenhaltung

So sieht die „Bodenhaltung” in Wirklichkeit aus: Ställe, in denen mehrere hundert Hühner eingesperrt sind. Die Tiere fressen und koten in den Stallungen, außerdem legen sie dort ihre Eier.

Im Unterschied zur Freilandhaltung können die Vögel den Stall nicht verlassen. Sie verbringen nach der Einlieferung dort ihr ganzes, relativ kurzes Leben. In dieser Lebenszeit müssen die Tiere in der Woche mehrere Eier ablegen – dies ist ein durch die Domestizierung von Legehennen speziell angezüchtetes Verhalten.

Hühner in Bodenhaltung

Logischerweise handelt es sich bei allen Tieren in der Legehennenhaltung um weibliche Individuen, da männliche Hühner bekanntlich keine Eier legen können.

Bei der „Produktion” von Hühnern für die Legehaltung sind jedoch ca. 50% aller geborenen Tiere männlichen Geschlechts. Diese männlichen Küken werden kurz nach der Geburt „aussortiert”.

Die aussortierten männlichen Tiere, allein in Deutschland etwa 42 Millionen pro Jahr, landen über Fließband und Trichter in so genannten Kükenmusern, wo sie geschreddert werden. Oder sie werden vergast oder erstickt. Anschließend werden die getöteten Tiere zu Dünger oder anderen Tiermehlen „verarbeitet”, oder erfüllen einen anderen Zweck. Dies ist die normale Verfahrensweise, egal ob für die Käfig-, Boden- oder Freilandhaltung. Konsumenten von Vogeleiern nehmen diese Methode also wortwörtlich in Kauf.

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