Kontakt: info@tierfreunde-landshut.de Tel: 0871-68 77 504 Navigation: Tierfreunde Landshut | Der Verein | Welttierschutzwoche 2005

1. Infostand 2006 in der Altstadt

Vogelgrippe und Käfighaltung waren Leitmotto

Das von der grünen Landwirtschaftsministerin Renate Künast durchgesetzte und ab 2007 wirksam werdende Verbot der Käfighaltung von Legehennen wurde vom neuen Bundeslandwirtschaftsminister gekippt um vermeintliche Wettbewerbsnachteile der deutschen Eierproduzenten abzuschaffen.

Faktisch bedeutet dies, dass Deutschland damit zu den europäischen Standards der Tierquälerei zurückkehrt.

Durch die sogenannte ‘Kleinvolierenhaltung’ wird nämlich die bisherige Käfighaltung nicht aufgegeben sondern nur die Fläche die einem Huhn zugestanden wird von der Größe eines DIN A4 Blatts auf die Größe eines Aktendeckels vergrößert. In den nun 50 bis 60 cm hohen Käfigen können die Tiere auch zukünftig weder scharren, picken, im Staub baden, auf erhöhten Stangen sitzen oder ohne anzuecken mit den Flügeln schlagen. Siehe auch Volieren/Käfighaltung.

Aktuelle Gesetzeslage zur Vogelpest

Laut §1 Abs. 1 der Verordnung zur Aufstallung des Geflügels zum Schutz vor der Klassischen Geflügelpest (Geflügel-Aufstallungsverordnung) vom 09.05.2006 ist die Freilandhaltung von Geflügel weiterhin verboten! Eine Aufhebung des Aufstallungsgebots ist durch die zuständigen Behörden möglich.

Bayerns Verbraucherschutzminister Werner Schnappauf in München: „Das vom Bund festgelegte Regel-Ausnahme-Verhältnis ist im Vollzug außerordentlich aufwändig. Bayern will durch die Festlegung von Risiko- und Nichtrisikogebieten eine möglichst praktikable und einfache Umsetzung ermöglichen, um Zehntausende von Einzelausnahmen zu vermeiden.”

Mit der Einteilung in Risikogebiete und Nicht-Risikogebiete soll schnell und unbürokratisch Klarheit geschaffen werden. In Nicht-Risikogebieten soll durch Allgemeinverfügung Freilandhaltung generell erlaubt werden.

 

Vogelgrippe und Käfighaltung