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Garten und Natur

Viele Tierbesitzer haben in ihrem Haus und Garten giftige Pflanzen, ohne zu wissen, wie gefährlich diese für ihre Haustiere sein können.

Man sollte generell beim Spazieren gehen aufpassen, das der Hund nichts frißt! Zu groß ist die Gefahr das er sich dabei vergiftet!

Hier möchten wir Ihnen einen Überblick über Pflanzen zeigen, die für Tiere und Menschen giftig sind. Wie hoch der Grad der Giftigkeit ist, ist dabei unterschiedlich.

Tabelle giftiger Pflanzen:

Durch anklicken der Bilder erhalten Sie noch detailliertere Informationen!

Wichtig: Die Liste ist natürlich nicht vollständig! Es gibt wesentlich mehr giftige Pflanzen als hier angegeben!

Bezeichnung(en) Beschreibung Bild
Aconitum napellus
Eisenhut
Hahnenfußgewächse
Volkstümliche Namen: Blaue Mönchskappe, Sturmhut, Blautod o. Wolffswurz
(Staude) Die ganze Pflanze besonders Wurzelstock und Samen sind stark giftig. Bereits 0,2g der Wurzel verursachen Vergiftungserscheinungen, 2g sind absolut tödlich!
Betroffen sind überwiegend Pferde und Hunde, Symptome bei einer Vergiftung sind Erbrechen, Durchfall, Kreislauflähmung und Tod durch Atemlähmung. Alle Planzenteile enthalten das giftige Alkaloid Aconitin.
Eisenhut
Digitalis purpurea
Fingerhut Rachenblütler
Volkstümliche Namen: Elfenkraut, Hexenblumen, Schlangenblumen, Teufelshut o. Waldglöckchen
(Staude) Die ganze Pflanze ist giftig, besonders die Blätter sind stark giftig. Über 30 Cardenolidglykoside, u. a. Purpureaglykoside, Digitoxin, Gitoxin und Gitaloxin und mehr Giftstoffe stecken in dieser Staude. Pferde und Hunde sind gefährdet, bei einer Vergiftung kann es zu Erbrechen, Durchfall, Herzrhytmusstörungen, Taumel und evtl. Tod durch Herzstillstand kommen.
In der Homöopathie u.a. bei Herzschwäche und Migräne wird Digitalis verwendet. "Allein die Dosis macht das Gift" sagte auch schon Paracelsus. Viele giftige Pflanzen sind in geringer Dosis heilend.
Fingerhut
Hedera helix
Efeu Efeugewächse
Volkstümliche Namen: Baumtod, Mauerewig und Totenranke
(Kletterpflanze) Blätter, Beeren und Stängel sind giftig und für Groß-und Kleintiere gefährlich. Auffällige Symptome sind Erbrechen, Kolik und Hautreizungen. Efeu
Taxus baccata
Eibe Eibengewächse
Volkstümliche Namen: Taxus, Ibe, Ife, Bogenbaum, Ifenbaum, Roteibe, Taxusbaum
Koniferen (Nadelgehölze) Besonders gefährdete Tiere, alle Groß-und Kleintiere. Symptome sind Herzstörungen, Taumel, Krämpfe und Atemnot. Eibe
Viscum album
Mistel Mistelgewächse
Volkstümliche Namen: Hexennest, Hexenbesen und Drudennest
(Schmarotzer) Die ganze Pflanze ist giftig. Giftigkeit variiert je nach Wirt, am giftigsten sind Misteln auf Papeln, Linden, Ahorn, Walnuss und Robinie. Giftstoffe in der Pflanze wären Viscotoxine Acetycholin, Cholin, außerdem Lektine. Viscotoxine und Lektine sind Zellgifte. Die Beeren wirken brechauslösend.
Gefährdet sind Hunde und Katzen.
Symptome bei einer Vergiftung sind Erbrechen, Durst, Fieber, Krämpfe und Koma.
Mistel
Nerium oleander
Oleander Hundsgiftgewächse
(Kübelpflanze) Die ganze Pflanze ist stark giftig, betroffen überwiegend sind Kleintiere, es führt zu Erbrechen und Herzrhythmusstörungen.
Die Giftstoffe sind Cardenolidgykoside, u.a. Oleadrin (Hauptglykosid).
Oleander
Thuja spp.
Lebensbaum Zypessengewächse
Volkstümliche Namen: Baum des Todes, Hecken-Thuja, Friedhofsbaum
(Koniferen) Zweigspitzen, Zapfen und Holz sind stark giftig. Die Giftstoffe sind ätherische Öle, Fenchon und Sabinen, außerdem Bitterstoffe und Gerbstoffe. Vergiftungssymptome ähnlich wie bei Eibe und Wacholder. Thuja
Juniperus sabina
Wacholder Zypressengewächse
Volkstümliche Namen: Jungfernpalme, Mägdebaum, Sebenbaum und Stinkwalder
(Koniferen) Alle Pflanzenteile besonders die Zweigspitzen sind für Hunde und Wiederkäuer gefährlich. Bei einer Vergiftung kann es zu Hautreitzungen, Gastroenteritis, Koliken, Durchfall, Nephritis und Lähmung führen.
Ätherisches Öl 2-5% in den jungen Trieben, Sabinol usw. , das ätherische Öl ist stark hautreitzend, abortiv, bereits geringe Mengen sind tödlich.
Wacholder
Ricinus communis
Wunderbaum Hundsgiftgewächse
Volkstümliche Namen: Palma christi, Hundsbaum, Kreuzbaum und Rizins
(Ein bis mehrjährige Pflanze) Die ganze Pflanze ist stark giftig. Pferde und Haustiere sind gefährdet. Bei einer Vergiftung kommt es zu Erbrechen, Durchfall, Leber- und Nierenschäden
Das durch Kaltpressen aus den Samen gewonnene Rizinusöl (Abführmittel) ist ungiftig, ansonst sind die Samen sehr giftig.
Die Pflanze besitzt das hochtoxische Ricin, Das 1962 als Atemgift-Kampfstoff patentiert wurde. 1g Ricin reicht theoretisch zur Tötung von 1000 Menschen. Bei oraler Aufnahme sind 3 µg/kg Körpergewicht tödlich. Die letale Dosis kann bereits durch den Verzehr eines Samens erreicht werden
Wunderbaum
Nicotiana rustica
Tabak Nachtschattengewächse
Volkstümliche Namen: Gelbbilsenkraut und Türkentabak
(Einjährige Pflanze) Die Blätter sind giftig. Gefährdet sind Pferde, Schafe, Ziegen, Hunde und Katzen. Es kommt zu Muskelschwäche, Muskelzuckungen, Krämpfe und Tod durch Atemlähmung bei einer Vergiftung. Die Giftstoffe sind Nikotin und Norniktin (Hauptalkaloide). Tabak
Brugmansia Hybriden
Engelstrompeten Nachtschattengewächse
Volkstümliche Namen: Baumdatura, Baumstechapfel syn. Datura
(Kübelpflanze) Alle Pflanzenteile sind stark giftig. Hinsichtlich ihrer chemischen Zusammensetzung sind sich alle Brugmansia-Arten ähnlich. Tropanalkaloide und Nebenalkaloide der Tropangruppe, usw. führen zu starken Rauschzustand, Bewusstseinsveränderung, Koma und zum Tod.
Tiere sind gegenüber Solanaceen- Vergiftungen weniger empfindlich als Menschen.
Engelstrompeten
Bryonia spp.
Zaunrüben-Arten Kürbisgewächse
syn. Uva, Vitis V.N. Scheißwurz, Stickwurz, Teufelskirsche
(Kletterpflanze) Alle Pflanzenteile sind stark giftig besonders Beeren und Wurzeln. Meistens an Hecken, Wegen und Waldrändern in ganz Mitteleuropa anzufinden. Giftstoffe sind Glykoside, Alkaloide und Gerbstoffe. Die Früchte enthalten den Farbstoff Lycopin, Abführende Wirkung. Bei 6-8 Beeren können bereits Vergiftungserscheinungen auftreten.
Rinder, Pferde, Schweine und Hunde sind gefährdete Tiere bei ihnen kann es bei einer Vergiftung zu folgenden Symptomen kommen: Erbrechen, Kolik, Krämpfe, Durchfall und Nierenschädigungen.
Zaunrüben
Solanum dulcamara
Bittersüßer Nachtschatten Nachtschattengewächse
Volkstümliche Namen: Alpranke, Hundsbeere und Stinkteufel
(Halbstrauch) Die ganze Pflanze , besonders die Beeren sind giftig. 30-40 unreife Beeren sind für Kinder tödlich. Alle Pflanzenteile enthalten Steroidaponine und sog. Steroidalkaloide (Solanine).
Auch der einjährige Schwarze Nachtschatten Solanum nigrum ist giftig. Giftstoffe sind Alkaloidgemische mit den Hauptkompenenten Solanin, Solasodin u.a. höchster Giftgehalten in den Samen.
Nachtschatten
Euphorbia spp.
Wolfsmilch-Arten Wolfsmilchgewächse
syn. Galarhoeus, Tithymalus V.N. hexenmich, Teufelsmich
(Staude) Alle milchsaftführende Pflanzenteile sind je nach Art giftig bis stark giftig. Giftstoffe sind Terpeneim Milchsaft und Euphorban. Euphorbia

(EB)

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