Tierfreunde Landshut & Umgebung e.V.- die Tierschutz Alternative in Landshut -„Tiere sind die besten Freunde. Sie stellen keine Fragen und kritisieren nicht.“ [Mark Twain (1835-1910)] |
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Quelle: Pressemitteilung des
(animal) In Deutschland gibt es mehr als 20 Millionen Haustiere. Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen und Co. sind nicht nur eine Freude, sondern auch ‘gesund’ für den Menschen. Vorausgesetzt, die Tiere selbst sind gesund.
Denn wenn ein Tier krank ist, kann es unter Umständen auch Herrchen und Frauchen anstecken. Vom Tier auf den Menschen übertragbare Krankheiten bezeichnet man als Zoonosen. Und davon gibt es mehr als 200. Am bekanntesten ist die Tollwut. Gar nicht so bekannt, dafür aber sehr viel häufiger sind Salmonellosen. Das sind Durchfallerkrankungen, die oft mit Fieber, Kopfschmerzen und Kreislaufproblemen einhergehen, verursacht durch verunreinigte Nahrungsmittel. Etwa zehn Prozent dieser Erkrankungen beruhen auf einer Infektion durch Haustiere. Hunde und Katzen können sich mit Salmonellen infizieren, wenn sie zum Beispiel mit frischen Schlachtabfällen gefüttert werden. Bei Fertigfutter besteht diese Gefahr nicht.
Die Gesundheitsberichterstattung des Bundes, „Heimtierhaltung – Chancen und Risiken für die Gesundheit”, die vom Robert Koch-Institut herausgegeben wird, warnt zudem vor verschiedenen Reptilienarten, die Salmonellen übertragen können. Untersuchungen bei Landschildkröten zum Beispiel ergaben, dass bis zu 63 Prozent der Tiere Salmonellen beherbergen. Die gepanzerten Tiere scheiden diese bakteriellen Erreger oft jahrelang aus, ohne selbst zu erkranken. Anders als bei Landschildkröten kommen Salmonellen bei Kaninchen (0,6 Prozent) oder Meerschweinchen (0,8 Prozent) nur sehr selten vor.
Katzenbesitzer können sich an ihren Lieblingen zudem mit Salmonellen infizieren, wenn die Vierbeiner mit Salmonellen infizierte Wildvögel fangen. Hierauf verweist Ian Tizard von der Texas A&M Universität im Fachjournal ‘Seminars in Avian and Exotic Pet Medicine’. Laut Tizard sind viele Sing- und andere Wildvögel mit für den Menschen gefährlichen Salmonellen infiziert. Insbesondere wenn diese Tiere dann – gestresst durch Futtermangel oder Schlechtwetterperioden – an einer Salmonellose erkranken und so geschwächt das Opfer von Hauskatzen werden, können die Erreger in Haushalte eingeschleppt werden.
Tizard kritisiert in diesem Zusammenhang das dauerhafte und oftmals nicht notwendige Füttern von Vögeln in Hausgärten. Es habe sich eine wahre ‘Vogelfutterindustrie’ entwickelt. Derartige Futterstellen seien häufig in hohem Maße mit Salmonellen kontaminiert und stellten für den Menschen beim Befüllen der Futterplätze ein direktes Infektionsrisiko dar.
Um die Übertragung von Salmonellen auf den Menschen zu erschweren, sollten sich alle Personen nach Kontakt mit den Tieren und deren Ausscheidungen gründlich die Hände waschen.
Quellen:
Ian Tizard: Salmonellosis in wild birds, Seminars in Avian and Exotic Pet Medicine, Vol 13, Issue 2, April 2004, pp: 50-66;
Gesundheitsberichterstattung des Bundes Heft 19 „Heimtierhaltung – Chancen und Risiken für die Gesundheit”
Das GBE-Heft 19 „Heimtierhaltung – Chancen und Risiken für die Gesundheit” kann kostenlos schriftlich angefordert werden beim:
Robert Koch-Institut
Gesundheitsberichterstattung
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