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Lebendiges unterm Weihnachtsbaum

Quelle: Pressemitteilung des

Deutsches Grünes Kreuz

‘Tierische’ Geschenke wohl überdenken

(animal) Niedliche Hundewelpen, Katzenjungen, süße Kaninchen oder pfiffige Meerschweinchen unter dem romantisch geschmückten Tannenbaum – es gibt nichts Schöneres als strahlende Kinderaugen beim Anblick eines solch „tierischen” Geschenks. Aber ein Tier sollte nicht nur das Weihnachtsfest bereichern, sondern auch die nächsten 5 bis 20 Jahre.

Den Entschluss, „Familienzuwachs” zu bekommen, sollte man daher nicht leichtfertig treffen. Wichtig ist vor allem, sich über alle Pflichten und auch Kosten zu informieren. Ein Tier ins Haus zu nehmen, bedeutet Verantwortung, jeden Tag, ein Tierleben lang. Ist das Wohlergehen des Tieres gesichert? Für welche Tierart ist die Wohnung am besten geeignet? Wer kümmert sich um das Tier – auch während des Urlaubs? Sind alle Familienmitglieder einverstanden? Erst wenn diese Fragen geklärt sind, sollte man den Wunsch des Kindes erfüllen. Dann wird das Tier auch allen wirklich Freude bereiten.

Wie leicht unterschätzt man beim Anblick von ach so niedlichen Jungtieren das Ausmaß an Zeit, Arbeit und finanziellem Aufwand, den ein Vierbeiner mit sich bringt. Überfüllung in Tierheimen und jährliche Schreckensmeldungen spätestens zur Urlaubszeit von ausgesetzten, abgemagerten und heruntergekommenden Tieren sprechen Bände. Unterschätzen Sie auch die Tierarztkosten nicht. Auch ein gesundes Tier muss jährlich geimpft und regelmäßig entwurmt werden, braucht Floh- und Zeckenschutz oder hat Ohrmilben. Weitere Kosten entstehen oft durch Zahnsteinentfernung oder eine notwendige Kastration. Informieren Sie sich rechtzeitig bei Ihrem Tierarzt über die anfallenden Routinekosten. Er berät Sie auch gern bei der Wahl des richtigen Tieres, bzw. der richtigen Rasse (zum Beispiel kinderliebe Hunderassen) und aus welcher Hand man das Wunschtier am besten bekommt.

Ein weiteres hohes Risiko besteht bei Hundeimporten aus südlichen Ländern (zum Beispiel Spanien). Bei diesen lauern nicht selten Krankheiten (Babesiose, Leishmaniose, Ehrlichiose, Dirofilariose), die erst nach Monaten bis Jahren zum Ausbruch kommen. Selbst immenser diagnostischer und therapeutischer Kostenaufwand kann diese Hunde oft nicht retten. Außerdem besteht bei einigen Krankheiten eine nicht zu unterschätzende Ansteckungsgefahr für den Menschen.

Eine gute Kompromisslösung: Ein Vogel- oder Nagerheim, ein Hunde- oder Katzenkorb oder ein Aquarium mit jeweils einem Gutschein drin für das entsprechende Tier. Dazu bietet sich ein Ratgeberbuch zu der gewünschten Tierart an. So kann man sich schon vorher genauestens über die Bedürfnisse des zukünftigen Hausgenossen informieren. Nach den Feiertagen kann man in Ruhe mit dem Kind gemeinsam im Zoofachgeschäft, beim Züchter oder im Tierheim das Wunschtier aussuchen.

 

Hunde zu Weihnachten

Niedlicher Welpe

Denken Sie auch daran, früh genug mit einer gründlichen Erziehung zu beginnen: Aus dem süßen Welpen wird unglaublich schnell ein großer Hund, der bei schlechter Erziehung von Erwachsenen und vor allem Kindern dann im wahrsten Sinne des Wortes „kaum noch zu halten” ist.

Fotos: DGK

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