Tierfreunde Landshut & Umgebung e.V.- die Tierschutz Alternative in Landshut -„Man schließt die Augen der Toten behutsam; nicht minder behutsam muss man die Augen der Lebenden öffnen.“ [Jean Cocteau (1889-1963)] |
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Welpen ist zwar eine gewisse Stubenreinheit angeboren, trotzdem müssen sie noch üben. So ist es bei Welpen und Junghunden wichtig, regelmäßig mit ihnen ins Freie zu gehen. Besonders die Zeiten nach dem Schlafen und Fressen sind gefährlich, denn da müssen die meisten Hunde nach draußen. Am Anfang kann/sollte man ca. alle zwei Stunden mit ihnen nach draußen gehen. Wichtig dabei ist, dass sie, nachdem sie sich am richtigen Ort erleichtert haben, eine Belohnung erhalten. Sollte dennoch mal etwas daneben gehen dürfen Hunde auf keinen Fall bestraft werden. Früher wurde das Märchen erzählt, dass man den Hund dann in das Unglück mit der Nase stupsen soll. Dies ist auf jeden Fall zu unterlassen. Aufgrund des sehr guten Geruchsinns ist es nicht nur mehr als unangenehm für den Hund, es kann auch auf Dauer den Geruchsinn schädigen.
Falls ein Hund über längere Zeit unsauber bleibt oder erneut unsauber wird, sollte ihn ein Tierarzt auf eventuelle gesundheitliche Probleme, wie z. B. Blasen-, Nierenentzündungen oder auch Durchfall, untersuchen. Wenn diese Untersuchungen ein negatives Ergebnis zeigen, kann auch ein Fütterungsfehler, oder einfach ein zu langes alleine lassen, der Grund für die Unsauberkeit sein. Zum Beispiel sollte ca. 30 – 45 Minuten nach der Fütterung die Möglichkeit gegeben werden das der Hund sein Geschäft machen kann. Auch wenn die Hunde länger als 4-5 Std. alleine in der Wohnung oder im Haus bleiben müssen, kann es zu einer Unsauberkeit kommen. Bevor die Hunde sich selbst überlassen werden, sollte davor noch ein längerer Sparziergang gemacht werden.
Ein weiterer Punkt für eventuelle Unsauberkeit, kann auch zum Beispiel die Angst spielen. So ist zum Beispiel Trennungsangst, Unterwürfigkeit, Aufregung, Begrüßung, Angst oder Abneigung vor der Umwelt oder anderen Hunden ein Grund für die Unsauberkeit. Gerade junge Hunde können aus Unsicherheit oder Unterwürfigkeit immer wieder Harn absetzen. Bei den sogenannten „Angstpinklern” kann man nur versuchen den Hund durch positive Verstärkung des richtigen Verhaltens, oder durch gegenläufige Erziehung das Problem lösen. So kann man durch Desensibilisierung versuchen den Hund an den angstauslösenden Umstand zu gewöhnen. Einen Hund, der aus Angst vor Besuchern Harn absetzt, kann man dazu erziehen, das er sich auf seinen Schlafplatz legt. Da Hunden angeboren ist, ihr Nachtlager nicht zu beschmutzen, wird so die Unsauberkeit eingeschränkt.
Gerade bei älteren Tieren kommt es häufig vor, dass sie inkontinent werden, d.h. dass sie ihre Schließmuskeln nicht mehr unter Kontrolle haben. Dabei kommt es häufig vor, dass vor allem beim Schlafen Harn oder Kot abgesetzt wird. Gerade bei bindegewebsschwachen Rassen wie z. B. Boxer, Pudel Dobermann und Riesenschnautzer sind vor allem die kastrierten Weibchen oft betroffen. Es gibt viele verschiedene Behandlungen. Am besten fragt man aber einen Tierarzt wenn man von diesem Problem betroffen ist.
(TD)

Junge Hunde sind recht schnell stubenrein
Bei unkastrierten Rüden ist ein weiterer Punkt, der zum Harnabsatz führen kann, ihr Markierungsverhalten. Dies zeigt sich oft wenn der Hund in eine neue Umgebung kommt, bei Familienzuwachs (Mensch oder Tier) oder wenn eine läufige Hündin in der Nachbarschaft ist. Besonders wenn die Hunde an auffallenden, senkrechten Stellen Harn absetzen ist dies meist Markierungsverhalten. Dabei spielt es keine Rolle wann oder wie oft man mit dem Hund nach draußen geht. Um das Markieren zu unterdrücken gibt es nur zwei Möglichkeiten. Der Rüde kann kastriert, oder mit weiblichen Hormonen behandelt werden. Nach der Behandlung sind auf jeden Fall die markierten Stellen gründlich mit einem geruchsneutralen Reinigungsmittel zu säubern. Dabei ist darauf zu achten, dass der Hund nicht anwesend ist, da er sonst ihre Aufmerksamkeit seines Vergehens als positiv sehen könnte.