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Hauptsache gut erzogen

Quelle: Pressemitteilung des

Deutsches Grünes Kreuz

Trainingsmethoden für Hunde

(animal) „Emil ist ein halbes Jahr alt. Er gehorcht nur dann, wenn er Lust hat, zerrt an der Leine, springt mit schmutzigen Pfoten an wildfremden Menschen hoch – aber eigentlich ist er wirklich lieb. Muss er nun ins ‘Hunde-Internat’?”, fragt Julia S.

Ein Hund sollte sozialverträglich und so gut erzogen sein, dass es zu solchen Situationen erst gar nicht kommen muss. Im Übermut hoch springende, junge Hunde können später im Erwachsenenalter bei Kindern und schwächern Personen zur Gefahr werden. Dabei bieten mittlerweile viele Hundeschulen und -trainer ihre Hilfe an. Neben dem klassischen Training auf dem Hundeplatz gibt es interessante Alternativen, um ein gutes Zusammenspiel von Zwei- und Vierbeinern zu lernen und zu üben.

Besitzer von Hundebabys auf der Suche nach einer Welpenschule sollten sich für einen Anbieter entscheiden, der mit Gruppen von höchstens fünf bis sechs Tieren arbeitet. Wird mehr als ein halbes Dutzend Tiere gemeinsam unterrichtet, kann der Trainer nicht genug auf die Fähigkeiten jedes einzelnen eingehen. Das gilt auch für größere Tiere. Der Unterricht sollte so gestaltet sein, dass die Hunde einige Pausen zum Entspannen und Spielen haben. Die Übungen müssen abwechslungsreich und interessant sein.

Generell ist es sinnvoll, einen kleinen Hund einige Stunden in einer solchen Schule absolvieren zu lassen. Dabei lernt er spielerisch, mit anderen Hunden und auch mit Menschen umzugehen. Ratsam ist es, sich für einen Anbieter zu entscheiden, der zweimal pro Woche je eine Stunde Training ermöglicht. Längere Einheiten bedeuten für die Welpen dagegen zu viel Stress.

Der Klassiker: Hunde und Halter treffen sich im Hundeverein oder in der Hundeschule und trainieren gemeinsam in der Gruppe. Der Unterricht findet ausschließlich auf einem eingezäunten Gelände statt. Ihr Hund lernt die gängigen Grundkommandos und in der Gruppe gleich Sozialverhalten. Herrchen und Frauchen profitieren ebenfalls vom Vereinsleben, lernen andere Hundebesitzer kennen und können sich austauschen.

Hunde merken recht schnell, dass sie auf diesem eingezäunten Platz, einem Trainingsort ohne große Ablenkung und Umweltreize, gehorchen müssen. Doch wie sieht es zuhause oder bei Ihren alltäglichen Spaziergängen aus? Auf Probleme im gewohnten Umfeld kann oft wenig eingegangen werden. Durch die Größe der Gruppen kommt es häufig vor, dass zu wenig Zeit für Ihre persönlichen Fragen und Probleme bleibt. Für den Familienhund ist es daher unerlässlich, dass das Training nicht nur auf dem Hundeplatz erfolgt, sondern auch in der Öffentlichkeit (Fußgängerzone usw. ).

Individuell auf die Lebenssituation abgestimmt und intensiv ist hingegen das Einzeltraining, das auch zuhause durchgeführt werden kann. Probleme können so direkt vor Ort gelöst werden – prima für Anfänger und „Problemhunde”.

Jeder Hundehalter, jede Familie sollte nach dem für sie am besten geeigneten Training suchen und dabei ruhig verschiedene Anbieter ausprobieren (oft werden auch kostenlose erste „Schnupperstunden” angeboten). Bei der Auswahl sollten sie auf folgende Kriterien achten:

Natürlich reicht allein der Besuch ein- oder zweimal wöchentlich in einer Hundeschule nicht aus, um einen angenehmen und gehorsamen Begleiter aus einem Hund zu machen. Es ist sicher sinnvoll, macht Spaß und ist oft eine absolut notwendige Hilfe für den Hundebesitzer, aber ohne regelmäßiges Training zuhause (am besten jeweils ein paar Minuten beim täglichen Spaziergang) bringt der beste Kurs nichts und kann der beste Trainer nicht helfen!

 

Ausbildung lohnt sich

Adressen von Hundevereinen oder -schulen in Ihrer Nähe bekommen Sie oft bei Ihrem Tierarzt.

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