Tierfreunde Landshut & Umgebung e.V.- die Tierschutz Alternative in Landshut -„Wenn ein Tier leidet, sind wir alle schuldig.“ [Albert Schweitzer (1875-1965)] |
![]() |
Quelle: Pressemitteilung des
Nicht nur Teckel sind betroffen
(animal) Bandscheibenvorfälle treten nicht nur bei Menschen auf, sondern auch bei Hunden. Ähnlich wie bei Frauchen oder Herrchen verursacht der Vorfall auch bei den Vierbeinern stärkste Schmerzen, die mit Lähmungen der Hinterbeine – seltener auch der Vordergliedmaßen - einhergehen können.
Entgegen der volkstümlichen Bezeichnung „Dackellähme” trifft die Erkrankung nicht nur Dackel, sondern auch andere Rassen. Besonders krankheitsanfällig sind Hunde mit langem Rückgrat wie Pekinesen, Spaniel, Bassets oder Schäferhunde. Statt von Dackellähme sprechen Tierärzte daher lieber von Diskopathie.
Eine Diskopathie kann sich in unterschiedlichen Schweregraden äußern. Bei einem leichteren Fall ist der Bindegewebsring, der die Bandscheibe an Ort und Stelle hält, noch intakt. Die Bandscheibe ist aber bereits vorgewölbt und drückt schmerzhaft auf das Rückenmark. Als Folge wölben die betroffenen Hunde den Rücken auf und entwickeln einen wankenden Gang.
Wird dagegen nichts unternommen, entwickelt sich meist ein vollständiger Bandscheibenvorfall. Dabei reißt der Bindegewebsring und die Bandscheibe tritt in den Wirbelkanal. Als Folge treten stärkste Schmerzen sowie Lähmungen im Bereich der Hintergliedmaßen auf. Versucht der betroffene Hund zu laufen, zieht er in Sitzstellung seine Beine hinter sich her.
Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Bei leichteren Fällen kommen Arzneimittel zum Einsatz, die die Entzündung hemmen und die Muskeln entspannen. Schmerzmittel wird der Tierarzt dagegen nur in seltenen Fällen verabreichen, denn der Schmerz schützt das Tier vor falschen Bewegungen. Grundsätzlich sind Springen oder Treppenlaufen für die betroffenen Hunde tabu.
Bei einem vollständigen Bandscheibenvorfall mit Lähmungen ist eine Operation oft unvermeidbar. Die betroffenen Tiere müssen dem Arzt allerdings sehr zügig vorgestellt werden, damit der Eingriff erfolgreich verläuft. Doch ob leicht oder schwer: Ein Bandscheibenvorfall fordert Geduld. Oft dauert es Wochen, bis die Beschwerden des Hundes nachlassen – ganz wie beim Menschen.