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Ohrentzündung

Quelle: Pressemitteilung des

Deutsches Grünes Kreuz

Unangenehm und nicht ungefährlich: Ohrenentzündung beim Vierbeiner

Die Otitis externa ist bei Hunden und Katzen weit verbreitet

(animal) Wenn ein Hund häufig den Kopf schüttelt, ihn schief hält und sich ständig am Kopf kratzt, kann das Zeichen einer Ohrenerkrankung sein. Die häufigste bei Hunden wie auch bei Katzen auftretende derartige Erkrankung ist die Entzündung des äußeren Gehörgangs: Otitis externa – auch Ohrenzwang genannt. Bis zu einem Viertel aller Hunde und zehn Prozent aller Katzen sollen davon betroffen sein. Die Entzündung kann viele Ursachen und vor allem weitergehende ernsthafte Folgen haben, weshalb man bei Verdacht rechtzeitig einen Tierarzt aufsuchen sollte.

Hat das Tier dagegen nur etwas vermehrten Ohrenschmalz (Cerumen) im Ohr, so ist das kein Grund zur Beunruhigung. Die Ohrmuschel kann von Herrchen oder Frauchen selbst mit einem weichen, feuchten Lappen gereinigt werden. Achtung: Wattestäbchen sind absolut tabu und haben im Ohrkanal nichts zu suchen! Damit stößt man nämlich nur das Ohrenschmalz hinunter und verursacht einen Pfropfen im Gehörkanal. Dies kann dann die Selbstreinigungskraft des Ohres beeinträchtigen und im schlimmsten Fall Ursache und Beginn einer Ohrenentzündung sein.

Spezielle Reinigungslösungen sind beim Tierarzt, in der Apotheke und im Fachhandel erhältlich. Falls man unsicher ist, ob die Menge an Cerumen noch normal ist oder ob schon eine Entzündung vorliegt, so sollte man den Tierarzt konsultieren.

Symptome

Hunde mit Otitis externa haben Juckreiz am Ohr. Sie kratzen sich an der Ohrmuschel und schütteln den Kopf. Dies kann so schlimm sein, dass weder Hund noch Herrchen und Frauchen Ruhe finden. Die Ohrmuschel und der Gehörgang sind gerötet, zum Teil angeschwollen, und eine Berührung des Ohrs kann sehr schmerzhaft sein. Die Innenseiten der Ohren sind außerdem „dreckig“, und oft wird bräunlich-schwarzer, gelegentlich auch gelblich-eitriger Ohrschmalz in der Ohrmuschel und im Gehörgang festgestellt. Oft stinken die Ohren stark.

Ursachen

Bei Otitis externa wird zwischen primären (direkten) und sekundären (indirekten) Ursachen einerseits und prädisponierenden Faktoren (Anfälligkeit für eine Krankheit) andererseits unterschieden.

Mögliche Ursachen für eine Ohrentzündung können in seltenen Fällen auch Tumore im Gehörgang sein.

 

Behandlung

Eine Ohrentzündung muss immer behandelt werden. Im akuten Anfangsstadium ist die Behandlung sehr einfach, schnell und erfolgversprechend. Wird die Entzündung jedoch nicht bemerkt oder nicht konsequent genug behandelt, so kann sie über Jahre bestehen bleiben und sich verschlimmern. Die Behandlung einer solchen chronischen Entzündung ist langwierig, oft schwierig und manchmal nur unter Narkose möglich. Gegebenenfalls kann nur noch eine Operation, bei der der ganze äußere Gehörgang freigelegt wird, dem Tier Erleichterung verschaffen.

Das oberste Prinzip der Ohrenbehandlung ist die Reinigung des Gehörganges von Entzündungssekreten und Ohrschmalz, da dies die idealen Nährböden für Krankheitserreger sind. Der Tierarzt spült das Ohr mit einer antiseptischen Lösung und entfernt die gelösten Beläge mit einer Schlinge, einem Wattetupfer oder mit einem Sauger. Anschließend wird eine Ohrsalbe eingebracht, die ein Antibiotikum und einen Wirkstoff gegen Pilze enthält. Ein Anteil an Cortison lindert rasch den Juckreiz und die Schmerzen und bringt die entzündlichen Erscheinungen zum Abklingen. Sind Milben vorhanden, wählt der Tierarzt ein Medikament, das zusätzlich ein Insektizid enthält. Bei schweren, eitrigen Entzündungen kann auch eine Behandlung mit Antibiotika-Tabletten nötig sein.

Behandlung zu Hause

Mit einer Spüllösung und einer Tube Ohrensalbe vom Tierarzt kann man die Behandlung zu Hause fortsetzen. Die Spüllösung dient dazu, Entzündungssekrete und Ohrschmalz zu lösen, so dass sich das Tier bei kräftigem Kopfschütteln davon befreien kann.

Der Tierarzt gibt zur häuslichen Behandlung ausführliche Beratung und Anweisungen und sollte mit einer abschließenden Untersuchung entscheiden, wann die Behandlung beendet werden kann.

Quellen:

Schweizerische Vereinigung für Kleintiermedizin, Der Hund, sein Ohr und dessen Krankheiten

animal-health-online: Informationsblatt zur Ohrenentzündung bei Hund und Katze

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