Tierfreunde Landshut & Umgebung e.V.- die Tierschutz Alternative in Landshut -„Gott wünscht, dass wir den Tieren beistehen, wenn sie der Hilfe bedürfen. Ein jedes Wesen in Bedrängnis hat gleiche Rechte auf Schutz.“ [Franziskus von Assisi (1182-1226)] |
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Quelle: Pressemitteilung des
(animal) Viele Katzen verbringen ihr Leben als reine Wohnungskatzen und haben Angst, die Schwelle der Wohnungstür zu überschreiten. Die Neugier nach dem, was sich „da draußen” abspielt, ist ihnen jedoch geblieben. Nicht umsonst gehören Fensterbretter, Balkonbrüstungen und Hausdächer zu den Lieblingsplätzen der Stubentiger. Ein gefährliches Spiel.
Miezi balanciert geschickt auf dem schmalem Fenstersims und blickt neugierig um die Ecke. Gerne sitzt sie auch wie versteinert auf der Balkonbrüstung und starrt gebannt auf das, was da unten vor sich geht. Gerade die untrainierte Wohnungskatze neigt dazu, ihre Balancier- und Kletterkünste zu überschätzen. Durch einen auffliegenden Vogel abgelenkt oder eine plötzlich zuschlagende Tür erschreckt, kann sie leicht das Gleichgewicht verlieren und in die Tiefe stürzen.
Im fliegenden Fall versucht jede Katze, sich zu drehen und auf den Pfoten zu landen. Diese Stoßdämpfung schützt Kopf und Rumpf vor größeren Verletzungen. Möglich sind Abschürfungen, Prellungen oder Brüche im Bereich der Vorderpfoten. Bei einem Sturz aus großer Höhe ist die Verletzungsgefahr größer, weil der Aufprall durch die Gliedmaßen nicht mehr abgefangen werden kann. Aber auch geringe Falldistanzen sind gefährlich. Den Tieren bleibt dann keine Zeit, die Pfoten zum Boden hin auszurichten und der Rumpf prallt ungedämpft auf die Erde. Zu den entscheidenden Faktoren gehören somit die Sturzhöhe und der Untergrund, auf den die Katze auftrifft. Bei einer Landung auf Stein oder Beton treten oft mehrfache Brüche der langen Gliedmaßen- und der Schädelknochen (vor allem im Bereich der Unterkiefer) und Verletzungen innerer Organe auf, die den sofortigen Tod des Unfallopfers zur Folge haben können.
Solche Patienten brauchen umgehend tierärztliche Hilfe. Röntgenbilder in zwei Ebenen sind unabdingbar. Auch wenn gestürzte Katzen noch mobil erscheinen, sollten sie genau beobachtet werden. Ein bestehender Schock kann Schmerzsymptome zunächst verschleiern. Erkennbare Atembeschwerden sind immer ein sicheres Zeichen für eine dringend erforderliche tierärztliche Behandlung. Schwere Unfälle dieser Art lassen sich auf einfache Weise vermeiden. Ein gespanntes Netz macht offene Fenster und Balkone katzensicher. Auch für Kippfenster, die ein großes Unfallrisiko für Katzen darstellen, gibt es spezielle Netz- oder Gittereinsätze.
Kippfenster können zur tödlichen Katzenfalle werden. Beim Versuch, sich durch solche Fensterspalten zu zwängen, bleiben die Tiere häufig stecken. Durch verzweifelte Befreiungsversuche klemmen sie sich oft noch stärker ein. Erschöpft gibt das Tier schließlich auf, wobei die Kante des Fensters die Körperschlagader abdrückt. Es bildet sich ein Blutgerinnsel, welches zur Lähmung und schließlich zum Absterben des Hinterteils führt. Schon viele Katzen mussten so einen qualvollen Tod erleiden. Können die Stubentiger noch rechtzeitig befreit werden, sind sie wegen eines bestehenden Schocks, einer Weichteilquetschung oder Rückenmarksverletzung oftmals Notfallpatienten in der tierärztlichen Praxis.
In solchen Fällen ist der schonende und möglichst stressfreie Krankentransport besonders wichtig. Vorsorgliche Katzenbesitzer sollten ein Transportbehältnis benutzen, das sich weit nach oben öffnen lässt. Die klassischen geflochtenen Katzenkörbe in Höhlenform sind ungeeignet: Wegen der engen Zugangsöffnung ist ein schmerzfreies Hinein- und Herausheben der Patienten nicht möglich und das Tier leidet zusätzlich.
(Quelle: BUNDESVERBAND PRAKTISCHER TIERÄRZTE e.V.)