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Diabetes bei Katzen

Quelle: Pressemitteilung des

Deutsches Grünes Kreuz

Zucker ist kein Todesurteil

(animal) Können Katzen Diabetes haben? Das kommt häufiger vor, als man glaubt. Diabetes kann bei Katzen zwar in jedem Alter auftreten, aber meist sind Tiere im Alter von mehr als sechs Jahren betroffen. Zum Glück kann die Zuckerkrankheit relativ problemlos behandelt werden – mit der richtigen Therapie. Eine gut auf Insulin eingestellte Mieze hat eine kaum geringere Lebenserwartung als gesunde Katzen, ist quietschfidel. Ohne Insulintherapie dagegen führt die Zuckerkrankheit zu schweren Leber- und Nierenschäden – und zum Tode.

Diabetes ist eine Störung des Kohlenhydratstoffwechsels durch mangelnde Insulinbildung im Körper. Diese Störung wird auch als Zuckerkrankheit bezeichnet: Der Blutzuckerspiegel der Katze ist viel höher als normal, denn dem Körper fehlt das Hormon Insulin. Ähnlich wie bei menschlichen Patienten mit Diabetes Typ 2 kann Übergewicht dazu führen, dass der Körper nicht mehr oder nur noch unzureichend auf Insulin reagiert. Oder aber die Bauchspeicheldrüse ist in ihrer Funktion beeinträchtigt und stellt die Produktion von Insulin ein. Ungeachtet der Gründe benötigen diabetische Katzen Insulingaben von außen, damit ihr Blutzucker wieder sinkt.

Die ersten Krankheitsanzeichen sind starker Durst, vermehrte Harnmenge, Heißhunger und verminderte Leistungsfähigkeit. Diabetes entsteht langsam innerhalb vieler Wochen oder Monate. Gesichert wird die Diagnose durch Nachweis erhöhten Zuckergehalts im Blut und Zuckerausscheidung im Urin. Bei Verdacht auf Zuckerkrankheit sollte man zunächst beim Tierarzt eine Blutuntersuchung machen lassen. Der Blutzuckerwert ist entscheidend für die Diagnose und für die Bestimmung der Menge an Insulin, die zur Diabetestherapie eingesetzt wird. Auch ein Langzeitzuckerparameter (Fruktosaminwert) sollte bestimmt werden.

 

Zucker ist kein Todesurteil

Zucker ist kein Todesurteil
Foto: DGK

Sollte eine Zuckerkrankheit vorliegen, braucht die Katze zweimal täglich, morgens und abends, flüssiges Insulin, das ihr unter die Haut gespritzt wird. Das Insulin sorgt dafür, dass der im Blut gelöste Zucker dorthin transportiert werden kann, wo er eigentlich hingehört: zu den Zellen. Somit bewirkt es, dass der Blutzuckerspiegel sinkt. Das Spritzen des Insulins erfordert anfangs etwas Übung für den Katzenhalter, aber im Grunde ist es sehr einfach. Die Befürchtung vieler, damit ihrem Tier Schmerzen zuzufügen, ist nicht zutreffend: Wird die Spritze richtig gesetzt, merkt die Katze kaum etwas davon. Meistens nimmt sie die Prozedur mit genau der Gelassenheit hin, die auch ihr Besitzer an den Tag legt.

Durch kommerziell erhältliche Diätfuttermittel kann in Einzelfällen durchaus eine Zuckerkrankheit bei der Katze ausreichend behandelt werden. Viele Besitzer von zuckerkranken Katzen kommen tatsächlich mit handelsüblichem Nassfutter gut zurecht. Nur Trockenfutter scheint bei manchen vierbeinigen Patienten die Blutzuckerwerte unnötig in die Höhe zu treiben.