Tierfreunde Landshut & Umgebung e.V.- die Tierschutz Alternative in Landshut -„Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die normalen gebracht haben.“ [George Bernard Shaw (1856-1950)] |
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Quelle: Pressemitteilung des
(animal) Das Problem ist bekannt, aber viele denken nicht daran: Viele Pferde leiden unter zu langen vorderen Schneidezähnen – eine Folge der modernen Pferdehaltung. Die Abnutzung der Schneidezähne wird durch weiches Gras fast gänzlich ausgeschaltet. Noch schlimmer ist es bei Pferden, die ausschließlich in Boxen gehalten werden. Hier wird alles Futter fertig serviert, Abbeißen ist überhaupt nicht mehr erforderlich.
Dadurch passen die Backenzähne nicht mehr aufeinander, und sie können die Nahrung nicht mehr zermahlen. Die Folge: Mit erhöhtem Kraftaufwand der Kaumuskulatur muss das Pferd die Backenzähne zum Kauen aufeinander pressen. Dadurch leiden viele Pferde an Parodontose, blockiertem Gebiss, Zahnausfall, Kopfscheue, Appetitlosigkeit und vielem mehr.
Durch den Spalt zwischen den nicht mehr aufeinander liegenden Backenzähnen kommt es zudem zu einer mangelhafte Futterzerkleinerung mit der Folge von Verdauungsproblemen. Eine schlechte Zerkleinerung der Nahrung kann Kolik und Schlundverstopfung hervorrufen.
Bei der Behandlung dieser Symptome werden zu lange Schneidezähne abgeschliffen und der gesamte Kiefer ausbalanciert. Je nach Empfindlichkeit des Tieres und Länge der Behandlung muss das Pferd betäubt werden. Diese Betäubung wird von einem Tierarzt vorgenommen. Die Kosten für die Behandlung liegen je nach Aufwand zwischen 70 und 185 Euro. In Deutschland gibt es etwa 50 ausgebildete Pferdedentalpraktiker.

Foto: Pixelquelle.de (Gitti)