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Hasen

Quelle: Pressemitteilung des

Deutsches Grünes Kreuz

Auch Langohren werden krank

Zum täglichen Gesundheitscheck beim Kaninchen

(animal) Kaninchen können zahlreiche Krankheiten bekommen und sind nicht besonders widerstandsfähig. Daher ist es wichtig, dass man Anzeichen einer Krankheit rechtzeitig entdeckt. Wer sich täglich mit seinem langohrigen Haustier beschäftigt, es sauber macht und mit Futter und Wasser versorgt, wird Veränderungen schnell bemerken. Zwar bedeutet nicht jede Veränderung gleich, dass das Tier krank ist, so trinkt es beispielsweise mehr, wenn es recht heiß oder das Futter recht trocken ist. Trotzdem sollten Sie Ihr Tier immer im Blick haben. Im Zweifelsfall hilft oft der Vergleich mit einem anderen Tier weiter – und Kaninchen sollten sowieso nicht einzeln gehalten werden. Trinkt nur eines der Tiere auffällig mehr oder ist merklich ruhiger, muss auf jeden Fall ein Tierarzt aufgesucht werden.

Wenigstens einmal täglich sollte man sein Kaninchen von allen Seiten in Augenschein nehmen. Sämtliche Körperöffnungen sollen weder verschmutzt sein noch darf sich irgendeine Art von Ausfluss an Augen, Ohren oder Nüstern finden. Bei männlichen Tieren sammelt sich in zwei Hautfalten seitlich der Hoden oft Sekret an, wo Fliegen gerne ihre Eier ablegen. Besonders bei im Freien gehaltenen Tieren ist hier deshalb eine tägliche Kontrolle auf Fliegenmaden Pflicht, zumal Maden bestimmter Arten innerhalb weniger Stunden aus den Eiern schlüpfen.

Das Haar darf außerdem nicht schütter oder matt sein und auch keine kahlen Stellen aufweisen. Ein Blick auf die Augen, die vorderen Zähne sowie die Krallen und Ballen kann ebenfalls nicht schaden. Achten sollten Sie außerdem darauf, ob Ihr Tier angestrengt atmet. Meist fällt es Laien schwer, die Atemtiefe zu beurteilen. Hier hilft wieder ein Vergleich mit einem zweiten Tier. Am besten schauen Sie sich die Atemtiefe vor dem Herausnehmen des Tieres an, weil sie sich natürlich auch bei Aufregung – und sei diese auch noch so klein – verändert.

 

Auch Langohren werden krank

Foto: DGK

Die meisten Kaninchen leiden an Übergewicht. Auch wenn Sie es gut meinen, damit tun Sie Ihrem Kaninchen wirklich nichts Gutes. Durch ihr Übergewicht wird es für die Tiere zunehmend schwerer den für die Verdauung notwendigen Blinddarmkot aufzunehmen und sich am hinteren Körperteil zu reinigen. Dies führt zu feuchten, verklebten Haaren und dadurch in Sommermonaten regelmäßig zu Madenbefall.

Ziehen Sie deshalb rechtzeitig die Bremse. Am besten wiegen Sie das Tier alle zwei oder vier Wochen einmal und notieren sich sein Gewicht. So verhindern Sie nicht nur, dass das Tier zu stark zunimmt, sondern erhalten außerdem bei kaum merklichen Gewichtsabnahmen oft den ersten Hinweis auf eine schleichende Erkrankung.

Zum täglichen Gesundheitscheck gehört es außerdem unbedingt, sich Kot und Urin der Tiere genauer anzuschauen und das Ganze nicht einfach mit der Einstreu unbeachtet wegzukippen. Genauso sollten Sie täglich kontrollieren, wie viel von dem angebotenen Futter wirklich verzehrt worden ist. Manchmal fressen Kaninchen mit Zahnproblemen auch zunächst nur bestimmte Dinge nicht mehr, die sie ansonsten gerne gefressen haben. Erstaunlich viele Besitzer können die Frage, ob ihr Tier noch normal frisst, in der Praxis aber nicht eindeutig beantworten.