Tierfreunde Landshut & Umgebung e.V.- die Tierschutz Alternative in Landshut -„Ich glaube an den friedlichen Protest, und keine Tiere zu essen ist ein gewaltfreier Protest.“ [Paul McCartney (*1942)] |
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Quelle: Pressemitteilung des
Ernährungstipps für Wackelnasen

(animal) Werden Meerschweinchen krank, liegt es meist an falscher Haltung und/oder falscher Ernährung. Das Meerschwein ist ein Pflanzenfresser und hat ein auf die Verarbeitung von Pflanzenfasern – im Normalfall Heu und Grünfutter – ausgerichtetes Verdauungssystem. Das Futter muss aber auch vor allen Dingen sauber, frisch, unverdorben und frei von giftigen Rückständen sein.
Daneben brauchen die Meerschweinchen neben dem richtigen Futter täglich frisches Wasser und viel Bewegung. Tiere, die nur im Käfig hocken, fressen mehr als ihnen gut tut.
Die Tiere müssen, um gesund zu bleiben, praktisch ständig fressen. Das heißt, dass innerhalb eines Tages (24 Stunden) 60 bis 80 kleine Mahlzeiten eingenommen werden. Es lässt sich leicht ausrechnen, dass ein Meerschweinchen also etwa alle 15 bis 25 Minuten fressen sollte, daher immer Fressen bereit stehen muss und nicht wie bei Fleischfressern zwei große Mahlzeiten an einem Tag.
Auch Meerschweinchen haben einen bestimmten Bedarf an pflanzlichen Eiweißen, Kohlenhydraten, Fetten, Salzen, Mineralien und Vitaminen, deren Zusammensetzung genau aufeinander abgestimmt sein sollte. Ein Überfluss oder Mangel des einen oder anderen Bausteins ist häufig Ursache für Krankheitsanfälligkeit, glanzloses Fell, oder Ekzeme.
Meerschweinchen decken den größten Teil ihres Vitaminbedarfs, zum Beispiel die Vitamine des B-Komplexes und auch Vitamin K, im Normalfall durch Eigenproduktion. Wenn jedoch diese Vitamine nicht gebildet werden, kommt es zu Mangelerscheinungen. Manchmal sind dann Vitaminzusätze im Futter empfehlenswert.
Meerschweinchen können, genau wie wir Menschen, Vitamin C nicht produzieren. Es muss daher über die Nahrung verabreicht werden. In der Regel reicht die Gabe von Obst und Gemüse: Erdbeeren, Kiwi, Tomaten (Grünes herausschneiden, enthält giftiges Solanin), Brokkoli, Kresse, Feldsalat, Fenchel, Paprika (alle Farben), Orangen, Löwenzahn, Mangold, Sauerampfer, Spinat und Petersilie. Bei erhöhtem Bedarf (Trächtigkeit, Krankheit, Freilandhaltung etc.) sollte jedoch zusätzlich Vitamin C über das Trinkwasser verabreicht werden. In Apotheken oder Drogerien erhalten Sie Ascorbinpulver. Mangel an Vitamin C kann zu skorbutähnlichen Erscheinungen kommen, Wunden wollen nicht mehr richtig heilen, Zahnfleisch kann sich entzünden und Zähne sich lockern. Auch kann es zu Hautkrankheiten, Haarausfall und zu Spontanbrüchen der Knochen führen.

Foto: DGK
Naschen vom menschlichen Teller ist verboten, da dieser kleine Organismus die teilweise scharf gewürzten und fettigen Speisen nicht verwerten kann.
Kohlsorten (bis auf Kohlrabi und Broccoli) sollte man nur in kleinen Mengen füttern, da sie blähen. Kopfsalat führt manchmal zu Verdauungsstörungen. Am besten nur Freilandware füttern, ebenso wie Endivien und andere Salatsorten nur in kleinen Mengen. Knabberkost mit viel Getreide, Ölsaaten, Nüssen nur wenig füttern, weil Meerschweinchen durch den hohen Fettgehalt dieser Nahrung zu dick werden und ihr Verdauungssystem sowieso für derartiges Futter nicht ausgelegt ist. Rohe Kartoffeln nur in geringen Mengen geben.
Die Zähne der Meerschweinchen müssen sich abnutzen, da sie ständig nachwachsen. Dazu eignet sich am besten rohfaserreiche Fütterung mit Heu oder Stroh. Hartes Brot führt nicht zu einer Abnutzung der Zähne.
Nicht zur artgerechten Meerschweinchen-Ernährung gehören Kräcker, Joghurtdrops und Milchprodukte. Tabu sind: Kartoffelkeime, rohe Bohnen (sind giftig!), Mehl, Milch- und Molkereierzeugnisse sowie alles, was Zucker enthält, also auch trockener Kuchen oder Kekse.
Von der Norm abweichendes Fressverhalten ist ein Anzeichen für Verdauungsstörungen. Diese müssen unbedingt schnellstens behandelt werden, weil sie für Meerschweinchen tödlich sein können. Beobachten Sie daher Ihr Meerschweinchen genau und kontrollieren Sie auch seinen Kot und sein Verhalten, wenn es Kot absetzt.