Tierfreunde Landshut & Umgebung e.V.- die Tierschutz Alternative in Landshut -„Alle Tiere haben Mächte in sich, denn der große Geist wohnt in allen, auch in der kleinen Ameise, in einem Schmetterling, auch in einem Baum, in einer Blume und einem Felsen.“ [Petaga Yuha Mani Sioux] |
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Umstritten ist in den letzten Jahren die Notwendigkeit der Vogelfütterung im Winter. Unumstritten ist allerdings die hervorragende Möglichkeit, das Verhalten der Vögel am Futterplatz beobachten zu können. Besonders für Kinder, Kranke und behinderte Menschen bietet die Beobachtung der Tiere eine willkommene Abwechsung.

Kinder und Jugendliche erwerben hier ihre ersten Artenkenntnisse und sehen den Vogel nicht als Vertreter einer Spezies, sondern als Individuum. Das maßvolle und sachgerechte Füttern ist sicher vertretbar zur Vogelbeobachtung in diesen Fällen. Das beobachten der Tiere aus nächster Nähe bereitet allen Menschen eine Freude.
Es ist jedoch so, dass die Vögel das Futter aus Menschenhand nicht benötigen. Im Gegenteil: Werden die Vögel über den gesamten Winter gefüttert, kann es nicht mehr zur natürlichen Auslese kranker und schwächerer Tiere kommen. Durch die Anlage von naturnahen Biotopen und das stehen lassen von einheimischen Hecken über den Winter kann den Vögeln sehr viel mehr geholfen werden. Die Giftspritze hat im vogelfreundlichen Garten nichts zu suchen! Insekten sind eine sehr eiweiß- und fettreiche Nahrung, wie sie in gekauftem Vogelfutter nicht geboten werden kann.
Um die Vögel möglichst gut beobachten zu können, sollte das Vogelhaus an einem Ort aufgestellt werden, an dem man eine gute Sicht hat, die Vögel sich aber trotzdem ungestört fühlen. Die Futterstelle sollte nicht direkt an Gebüschen aufgestellt werden, da sich sonst Katzen unbemerkt anschleichen können.
Das Häuschen sollte so konzipiert sein, dass möglichst viele verschiedene Vögel ihr Futter holen können. Im Handel gibt es sogenannte Futterhaussilos, die sich sehr gut eignen.
Achtung: Kein rotes Haus nehmen, da die Farbe Rot für Vögel ein Alarmzeichen ist.
Auf Sauberkeit am Futterplatz ist zu achten, da sich sonst Krankheiten verbreiten. Die Futterhäuschen müssen so konstruiert sein, dass das Futter nicht nass wird.
Keinesfalls darf über den Winter hinaus gefüttert werden. Wer seine Meisen während der Brutzeit füttert, handelt verantwortungslos. Die Altvögel verfüttern nämlich die leicht erreichbaren Sonnenblumenkerne an die Jungvögel, deren Verdauungstrakt nur auf leichtverdauliche tierische Nahrung eingestellt ist. Schwerverdauliche Sämereien fuhren zum sicheren Tod der Jungen.
Grundsätzlich unterscheidet man bei unseren Wintergästen zwischen Körner- und Weichfressern. Es gibt hierfür spezielle Futtermischungen, die sowohl Sämereien mit harter Schale als auch Haferflocken und getrocknete Beeren enthalten. Für die Vögel, die ihr Futter an frei aufgehängten Futterballen zu sich nehmen, sollten noch einige Meisenknödel oder -ringe aufgehängt werden.
Füttern Sie nie Speisereste. Diese enthalten Gewürze und Salz. Schon geringe Salzmengen führen zum Tod der Vögel.
Nur bei strengem Frost füttern!